Ich bin Weltmeisterin – 4: Zugauswahl nach Steckdosen

Als mobiler Mensch bin ich immer von einem geplagt: der Akku meines iPhones wird immer irgendwann leer und wenn ich viel unterwegs bin wird er das auch noch mitten am Tag. Auch die Zeit in den Zugfahrten lassen sich wunderbar mit Spielen, Videos, Twitter und Facebook vertreiben, aber man kommt dann einmal quer durch die Republik gefahren nur noch 30-40% Akku an – an die Rückfahrt ist gar nicht mehr zu denken, der Rest-Akku geht sicher noch vor Ort aus.

Aber die Deutsche Bahn hat ja an Leute wie mich gedacht, die ständig mit Handys und Laptops unterwegs sind und hat in ihren Fernverkehrszügen seit längerem schon Steckdosen eingebaut. Erst gab es sie nur an den Plätzen mit Tischen, seit 1997 der ICE 3 erschienen ist, hat man sie an jedem Sitzplatz – vorausgesetzt man ist im richtigen Zug unterwegs. Wie bereits erwähnt war der ICE 3 der erste Zug, der den neuen Standard mit der Steckdose an allen Plätzen angeboten hat, es folgte der ICE-T. Die alten Züge des ICE 1 wurden später einem Re-Design unterzogen und auch bei diesem finden sich die Steckdosen jetzt an allen Plätzen.

Wenn ich nun eine Zugfahrt unternehme, dann versuche ich die Züge des ICE 2 zu vermeiden, denn dort sind die Steckdosen in den meisten Zügen noch rar gesät. Zwar befinden sich die Züge auch in einem Re-Design-Umbau – ähnlich des ICE 1 vor wenigen Jahren – doch ist es noch Glückssache dort einen umgebauten Zug zu erwischen. Jetzt mit dem Weltmeisterinnenpaß fahre ich auch lieber länger und einen Umweg wenn ich dafür meine geliebte Steckdose habe. Für Laptop und iPhone.

Um die einzelnen ICEs zu erkennen gehe ich immer auf die Seite von Marcus Grahnert, er stellt dort schon seit Jahren die Wagenreihungspläne ins Internet ein, die Aufschluß über die ICEs geben. Die ICE 1 besitzen die Wagennummern 1 bis 14 ohne die Wagen 10 und 13, die ICE 2 führen die Wagennummern 21 bis 27 oder 31 bis 37. ICE 3-Züge haben die Wagennummern 21 bis 28 oder 31 bis 38, die ICE-T führen ebenfalls die Nummern 21/31 bis 28/38, es fehlen dort die Wagen 25/35 und bei kurzen ICE-Ts auch die die Wagen 24/34 und 26/36.

Ich bin Weltmeisterin – 3: Köln und Berlin

Nein, haltet mich bitte nicht für normal. Ich bin es nicht, sonst würde ich ja solche Aktionen nicht bringen können. So Aktionen wie mit dem Weltmeisterinnen-Pass durch die Gegend zu fahren. Allerdings bin ich da wohl auch nicht der Einzige.

Jedenfalls ging es am Dienstag wieder nach Köln, mit Unterbrechungen in Augsburg und Ulm. Den Tag später gings weiter nach Berlin und abends mit dem letzten Zug wieder heim – für den letzten Zug wurde ich zwischenzeitlich noch als mutig bezeichnet, hab ich ja nur 27 Minuten Umsteigezeit in München auf meine letzte S-Bahn. Aber: die Bahn überraschte.

Nachdem wir nicht nur schon zu spät in Berlin abgefahren sind, hatte unser ICE in Leipzig Probleme mit dem Ankuppeln eines weiteren Zugteils. Erst beim dritten Versuch mochten sich die beiden Zugteile und wir sind mit über 20 Minuten Verspätung los. Der Zug hatte aber genügend Puffer im Fahrplan eingebaut, denn in München waren wir pünktlich. Eigentlich ab Bamberg schon. Das hat mich doch etwas verblüfft.

Aktuell bin ich gerade unterwegs nach Mannheim, mein ICE musste allerdings zwischen Augsburg und Ulm eine Umleitung fahren und nach Ulm gabs noch eine Bahnübergangs-Störung gratis dazu. Aus Stuttgart sind wir mit 42 Minuten Verspätung raus. 18 Minuten fehlen jetzt noch, dann wirds ein Fall für das Fahrgastrechte-Formular. Da geht noch was, Deutsche Bahn ;)

3425 km hab ich mit dem Weltmeisterinnen-Pass jetzt schon hinter mir und habe gerade etwa 70 Minuten Verspätung an meinen Zielbahnhöfen gesammelt. Da hatte ich doch mit mehr gerechnet. Vielleicht ist die Bahn doch wieder deutlich besser geworden als ihr Ruf.

Ich bin Weltmeisterin – 2

Puh, war das ne Nacht, diese Rückfahrt aus Köln. Nicht groß problematisch, nicht groß erlebnisreich, aber lange. Viel zu lange. Um 22.55 Uhr sollte es losgehen, der ICE musste aber noch auf Anschlußreisende warten und so gings halt 5 Minuten später los. Bis Frankfurt Flughafen war das locker aufgeholt.

In dem Zug gabs dann eine positive Überraschung: der Service vom BordBistro. Anstatt zu warten bis die Fahrgäste zu ihm (nicht) kommen, schnappte sich der Mitarbeiter einfach ein Tablett mit einer Getränkeauswahl und ging durch den Zug und fragte. Ich bin mir sicher, er hat so mehr verkauft, als wenn er in seinem Bistro geblieben wäre. Mir ersparte es den Weg zum Bistro, denn ich hatte schon vor mir ein Bier zu holen, nachdem der Schaffner meine Fahrkarte kontrolliert hätte.

Wie erwähnt, bis Frankfurt Flughafen – meinem Umsteigepunkt – war der Zug wieder pünktlich. Mein Anschlusszug kam 10 Minuten später, bis in den Süden sollten es zwischenzeitlich bis zu 30 Minuten werden. Mein ursprünglicher Reiseplan sah vor in Pasing auf die erste S-Bahn ins Dorf umzusteigen, aufgrund der Verspätung war ich dann aber schneller mit einem Umstieg in Augsburg und Mammendorf. Gut, wenn man Internet unterwegs dabei hat und alles raussuchen kann.

Apropos Internet: meine ursprüngliche Idee, nach dem Umstieg im Zug zu schlafen, hat das Internet erfolgreich durchkreuzt. Zu sehr bin ich im Chat hängen geblieben und irgendwann war auch der Punkt erreicht, an dem sich es auch nicht mehr gelohnt hätte. Und da der Zug bessere Repeater hatte als die Züge tagsüber ist auch das Internet vom O2-Surfstick fast nicht ausgefallen. Lediglich drei Unterbrechungen gab es – beim WLAN im ICE sah das schon anders aus: speziell zwischen Montabaur und Frankfurt war das schon eher eine Qual, laufende Unterbrechungen und neu einloggen am T-Mobile Hotspot waren nur noch nervig. Ich hätte den Stick wohl gleich rausholen sollen.

Für die Bahnfreaks unter Euch vielleicht interessant: IC1591 von Frankfurt nach Stuttgart – in der Nacht Sonntag/Montag bis München – verkehrt mit einem ICE-T. Nicht erst seit kurzem, vor Jahren habe ich den Zug schon einmal benutzt und auch damals war es bereits ein ICE-T, der als IC verkehrt. Was wohl an den vielen Halten liegt, die der Zug in der Nacht einlegt. Halte wie in Wiesloch-Walldorf, ein Ort an dem ich mich tagsüber sicher nicht hinverlaufen hätte.

Ich bin Weltmeisterin

bzw. mit dem Weltmeisterinnenpaß der Deutschen Bahn unterwegs in den nächsten 3-4 Wochen. Heute bin ich gestartet und wollte eigentlich nur eine kleine Rundtour über Mainz und Frankfurt machen, habe mich aber umentschieden. Es geht für einen Abend ins schöne Köln.

Die ersten Eindrücke: gegenüber den Fahrten mit dem Deutschland-Paß 2008 die ich unternommen hatte, hat sich bei der Bahn wohl nicht viel geändert. Kurz nach Stuttgart musste das BordBistro und das BordRestaurant wegen einer technischen Störung schließen. Mein Sitznachbar wollte das nicht so gerne hören, auf seiner Fahrt bis Wolfsburg wollte er sich eigentlich noch einen Kaffee holen. Vielleicht erbarmt sich die Bahn noch und schickt zumindest einen mobilen Verkäufer in den Zug.

Mein Anschlußzug in Mannheim fiel auch gleich mal aus, aber – und das ist wirklich mal sehr positiv – es wurde noch vor der Ankunft in Mannheim darauf hingewiesen und eine Alternative angeboten. Ich hab meine eigene Recherche betrieben und fahre ein wenig anders, bin damit aber 20 Minuten vor der alternativ angebotenen Fahrt in Köln. Der Umstieg erfolgte erst in Frankfurt in einen ICE International. Mal sehen, wie sich heute über Nacht die Rückfahrt gestaltet. Und dennoch: ich bin Weltmeisterin.