Media Monday #333

1. Jetzt, wo die Tage kürzer werden und es draußen zusehends ungemütlicher wird gibt es wenig Gründe, warum man die Couch verlassen sollte. Zeit fürs Heimkino.

2. Looking bedient ja wirklich so ziemlich jedes Klischee, und ist doch so sehr nah an der Realität, dass es schon erschreckend real ist.

3. Dieser Hype um das staffelweise “Verschlingen” von Serien, auch als Binge Watching bekannt ist auf Streaming-Plattformen gut nutzbar, als Marathon im linearen Fernsehen fehlt die Möglichkeit Pause zu machen.

4. Codename U.N.C.L.E. ist in meinen Augen so erfrischend anders, da es an die alten komödiantischen Agentenfilmen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts erinnert und gut in die heutige Kinolandschaft gebracht hat.

5. Ich glaube ja nicht, dass ich mich noch einmal für Game of Thrones werde erwärmen können, denn ich habe mich einmal durchgequält, kaum etwas mitbekommen und könnte jetzt auch nicht die kleinste Kleinigkeit davon erzählen.

6. High Rise ist so abgedreht, dass ich den Film immer wieder gerne anschaue.

7. Zuletzt habe ich mir Staffel 1 und 2 von Club der roten Bänder wieder angeschaut und das war spannend, weil mir irgendwie einige Sachen nicht mehr bewusst waren. Ich bin jetzt bereit für Staffel 3 heute Abend.

Der Media Monday wird wöchentlich vom Medienjournal Blog ausgerichtet. Heute war es Ausgabe 333.

Blogparade: Kleine Rituale

Der Lutz Prauser hat zur Blogparade zum Thema Kleine Rituale eingeladen und da möchte ich gerne teilnehmen und Euch an meinen Ritualen teilhaben lassen.

Zuerst einmal musste ich mich selbst im Alltag beobachten. Viele seiner Rituale sind einem gar nicht bewusst. Dabei fällt ist mich auch aufgefallen, dass die Grenze zwischen einem Ritual und einer Macke ziemlich schleichend ist.

Unterschied Ritual und Macke

Zur genaueren Erklärung möchte ich Euch erst einmal erklären, was für mich ein Ritual und was eine Macke ist.

Ein Ritual ist für mich ein immergleicher Ablauf, für den ich mich bewusst entschieden habe. Wahrscheinlich läuft es sogar so automatisiert ab, dass man sich keine Gedanken darüber macht.

Eine Macke ist zwar ebenfalls ein immergleicher Ablauf, aber man hat sich nicht bewusst dazu entschieden und macht sie einfach. Für andere wirken sie mitunter komisch oder seltsam. Man selbst hat aber den inneren Monk, der durchdreht, wenn man von diesen Mackenritualen abweicht.

Meine Rituale und Macken

Da wäre das Sammeln von Schritten und Kilometern – beim Telefonieren. Irgendwann hat es mal begonnen, bei Telefongesprächen hin und her zu wandern. Still sitzen kann ich dabei nicht. Zuhause oder unterwegs ist das mit Smartphone und DECT-Telefon ja noch ganz einfach. Aber mit dem stationären Telefon im Büro ist das schwierig. Meist stehe ich trotzdem auf und schaue aus dem Fenster. Sitzen bleiben kommt für mich definitiv nicht in Frage.

Zuhause beim Fernsehen wird mit dem TV auch ein AV-Receiver eingeschalten. Den AV-Receiver stelle ich direkt danach auf Lautstärke 25, wenn es zwischen 22 und 8 Uhr ist, sonst auf Lautstärke 30. Ab dann wird der Ton nur noch in 2,5er-Schritten hoch- oder runtergeregelt. Eine Stufe 28 gibt es bei mir z.B. nicht, entweder 27,5 oder 30. Dazwischen? Niemals.

Margarine muss ich immer gleichmäßig von beiden Seiten aus der Dose streichen, möglichst flach. Immer nur von einer Seite zu streichen oder gar zum Backen ein ganzes Eck heraus zu nehmen, kommt für mich niemals in Frage. Wenn mir eine ungleichmäßig ausgestrichene Margarinendose in die Hand fällt, versuche ich möglichst die Gleichmäßigkeit wiederherzustellen.

Ebenso gehören leere Flaschen für mich korrekt in den Träger einsortiert. Nicht nur, die richtige Flasche in den richtigen Träger, sondern auch im Eck beginnend und dann der Reihe nach einsortiert. Durcheinander, wie man es oft in Büros bei Leergutträgern sieht, kann ich nicht. Das geht sogar soweit, dass ich das manchmal erst sortieren muss.

Ich könnte jetzt noch viel mehr erzählen, aber das würde irgendwann den Rahmen sprengen. Es war auf jeden Fall sehr interessant, sich selbst einmal zu beobachten und sich bei Ritualen zu erwischen.

Welche Rituale hast Du denn so? Vielleicht machst Du selbst noch bei der Blogparade mit (läuft noch bis 30.11.2017) oder schreibst es in die Kommentare.

Ultrahochauflösendes Fernsehen – Mein erstes Live-Fußballspiel in 4K

Letztes Jahr hat bei mir das Zeitalter des ultrahochauflösenden Fernsehens begonnen: ich hatte mir einen UHD-/3D-Fernseher gekauft. Zu diesem Zeitpunkt waren 4K-BluRay-Player noch zu teuer, so dass sich das tatsächliche 4K-Erlebnis nur auf Netflix- und Amazon-Serien beschränkte.

In der ersten Jahreshälfte diesen Jahres kam neuer Zuwachs: die 4K-BluRay-Player kamen in den bezahlbaren Bereich und die Zeit drängte von anderer Seite her: Geräte, die 4K- und 3D-BluRays abspielen können, waren Auslaufmodelle. Jetzt hab ich aber neben 4K- und herkömmlichen BluRays eben auch 3D-BluRays und auch der Fernseher unterstützt 3D. Also musste kurzerhand ein solcher Player her. Schritt 2 auf dem Weg zur UHD-Vollausstattung ist getan.

Mitte des Jahres ging es mit einem Sky+Pro-Receiver weiter. Zwar konnte ich über das Kabelnetz keinen UHD-Sender empfangen, aber über Sky on Demand waren einige, wenige Filme abrufbar. Zu wenige, wie ich finde. Irgendwie hat mich das nicht befriedigt.

Vor ein paar Wochen konnte ich dann für mein Telekom Entertain den neuen UHD-Receiver in Empfang nehmen. Seitdem juckte es mich, Sky wieder auf Entertain umzustellen, denn Sky Sport UHD und Sky Sport Bundesliga UHD sind über Entertain empfangbar. Allerdings muss ich dazu auf das sehr überschaubare UHD-Film-Angebot von Sky on Demand verzichten.

Ein Festplattendefekt am Sky+Pro-Receiver hat mir die Entscheidung dann leicht gemacht. Und so habe ich nun seit ein paar Tagen Sky wieder auf Entertain laufen und kann die beiden UHD-Sender von Sky Sport nutzen. Heute also die erste Live-Begegnung in 4K: ein wahres Topspiel, Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München.

Das 4K-Bild beeindruckt, es ist optisch bei Sportübertragungen ein deutlich größerer Unterschied, als ich es von Filmen kenne. Und es macht Lust auf mehr. Ich hoffe, dass Sky sich dazu entschließen kann, mehr als nur ein Topspiel pro Woche in UHD zu zeigen. Und ich hoffe, dass sie alsbald einen Sky Cinema UHD-Sender auf den Weg bringen. Die Fernsehzukunft hat begonnen.

Übrigens, die UHD-Vollausstattung habe ich noch nicht erreicht. Es fehlt noch das neue Apple TV, das ja jetzt auch 4K kann. Aber es steht bereits auf der Wunschliste.

Baywatch

Inhalt

(C) Paramount Pictures Germany

Mitch Bucannen ist Chef der Rettungsschwimmer am Strand von Malibu. Zu Beginn der Saison sind wieder mehrere Stellen zu besetzen und somit steht ein Auswahltest an. Aber sein Vorgesetzter möchte, dass Mitch den zweifachen Goldmedaillengewinner Matt Brody auch ohne diesen Test einstellt. Mitch ist gar nicht begeister, zumal auch die erste Begegnung mit Matt alles andere als glücklich verläuft.

Matt tritt auch erst einmal in mehrere Fettnäpfchen, aber gemeinsam beginnt man gegen das Verbrechen zu kämpfen – sehr zum Missfallen des Vorgesetzten und der örtlichen Polizei. Aber am Strand tauchen immer wieder Drogenpäckchen auf und schnell haben die Rettungsschwimmer den Verdacht, dass es mit dem neuen Club zu tun haben könnte. Gemeinsam gehen sie ihre Ermittlungen an.

Trailer

Mein Fazit

Oh mein Gott, was ist das denn? Ich habe ja nun wirklich nicht allzuviel von dem Film erwartet, der Trailer hat ja bereits verraten, dass es ein reine Film voll von flachem Humor und viel Sexismus ist. Aber so unterirdisch, das lässt mich nun wirklich entsetzen.

Nicht nur, dass Mitch die ganze Zeit Matt mit Namen irgendwelche Boygroups bezeichnet, auch ist als Rahmen dienende Geschichte mehr als nur dünn. Man merkt, dass hier ausschließlich auf die Inszenierung toller Bodys wert gelegt wurde, versucht wurde, das mit Flachwitzen zu untermauern und die Story nur im Hintergrund liegt – irgendetwas muss man ja dann doch erzählen.

Extrem störend finde ich, dass man sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, den Charakteren neue Namen zu geben. Obwohl David Hasselhoff als Mentor und Pamela Anderson als CJ Gastauftritte haben, sind deren Namen Mitch Bucannen und CJ Parker durch Dwayne Johnson und Kelly Rohrbach im Film besetzt worden.

Auch die andere Charaktere tragen die Namen aus der früheren TV-Serie, aber mehr als Namen und Titel hat der Film mit ihr nicht gemein. Man kann den Film allerhöchsten noch als Persiflage bezeichnen, was ihn aber auch nicht besser macht. Hoffentlich klemmt man es sich, eine Fortsetzung zu drehen.

Wie sich Sky vom Premium-Fernsehen verabschiedet

Pay-TV galt in Deutschland lange Zeit als exklusives, werbefreies und niveauvollem Fernsehen. Weit ab vom privaten Werbefernsehen, das minutenweise immer wieder von Shows unterbrochen wurden, die einen regelrechten Niveau-Limbo hinlegten. Premiere, das war einst ein komplett werbefreier Sender, der mit Filmen, hochwertigen Dokumentationen und Serien, sowie der Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga als exklusives, als Luxus-Fernsehen galt. Weiterlesen

Mit Philips Hue Ambilight TV nachrüsten

Hintergrund

Von den Ambilight-Fernsehern von Philips habt Ihr sicher schon gehört. Fernseher, die eine Beleuchtung für die Hintergrundumgebung eingebaut haben, die in Abhängigkeit des Bildes ihre Farbe ändert. Der Vorteil einer solchen Beleuchtung ist die Schonung der Augen, wenn der Fernseher die einzige Lichtquelle ist. Aber auch sonst ist es durchaus eine nette Spielerei. Weiterlesen

Mein Kino-Jahr 2015

Der Januar ist schon vorüber und wir befinden uns quasi schon wieder mittendrin im Jahr. Ich möchte dennoch jetzt zurückblicken auf das Kino-Jahr 2015. Auf mein Kino-Jahr 2015.

Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich wieder die Freude am Film und am Kino für mich entdeckt habe. Es ist jetzt 1 Jahr her, dass ich nach Jahren wieder ein Kino betreten habe. Am 6. Februar war es soweit und mit Jupiter Ascending habe ich den Auftakt für insgesamt 108 Filme im Jahr 2015.

Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe 2015 genau 108 Filme im Kino gesehen. Dabei waren auch Klassiker dabei. Die ganze Liste findet ihr in chronologischer Reihenfolge auf Moviepilot. Weiterlesen