Media Monday #341

 

 

1. Im Moment scheine ich ja das Genre Science Fiction zu favorisieren, schließlich hat mich das schon immer sehr fasziniert.

2. Von vornherein auf eine bestimmte Anzahl Staffeln ausgelegte Serien finde ich gut, da läuft man keine Gefahr, dass sich die Serie tot läuft oder verändert werden muss, um erfolgreich zu bleiben.

3. Der Twitterbuchclub (#twitterbc) punktet bei mir ja mit der Verbindung von zweien meiner liebsten Medien. Und man lernt neue Bücher kennen, die man selbst so gar nicht auf dem Schirm hat.

4. Es gibt ja kaum etwas Besseres als ein gutes Buch, um sich die Zeit zu vertreiben, denn man kann dabei so richtig schön entspannen und mit seiner Phantasie in der Handlung eintauchen.

5. Wer mal einen richtig überzeugenden Thriller sehen/lesen möchte, dem empfehle ich Diabolus von Dan Brown. Das Buch hat mich so richtig gefesselt, dass ich es in Rekordzeit durch hatte.

6. Nach einer Woche 2018 kann ich zumindest schon einmal sagen, dass es genauso ist wie 2017. Was sollte sich auch verändern, außer der Jahreszahl?

7. Zuletzt habe ich begonnen die Filme aus dem Marvel Cinematic Universum wieder von vorne zu beginnen und das war schön, weil genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um wöchentlich einen Film zu sehen und bis zum Start von Avengers 3 fertig zu werden.

Der Media Monday wird wöchentlich vom Medienjournal Blog ausgerichtet. Heute war es Ausgabe 341.

Flatliners

(C) Sony Pictures Releasing GmbH

Die Medizinstudenten Courtney, Jamie, Marlo, Sophia und Ray treten in ihrem Studium auf der Stelle. Ihr Mentor Dr. Wolfson fordert mehr von ihnen – mehr Einsatz, mehr Wissen, mehr Neugier.

Courtney lässt sich davon anstecken und hat eine Idee. Zu deren Ausführung bestellt sie Sophia und Ray um Mitternacht in einen abgelegenen Kellerbereich des Krankenhauses. Dort erzählt sie ihnen von ihrer Idee: Sophia und Ray sollen Courtney töten und nach einer Minute wiederbeleben. Währenddessen soll ein MRT die Gehirnaktivitäten aufzeichnen.

Die Nahtod-Erfahrung bringt Courtney auf medizinische Höchstleistungen. Aber bald merkt sie, dass der Grenzgang auch Schattenseiten hat.

Mein Fazit

Der Film soll zwar als Fortsetzung angelegt sein, allerdings hat er – außer der Beteiligung von Kiefer Sutherland – nichts gemeinsam. Es wird auf die früheren Ereignisse und Erkenntnisse nicht eingegangen. Es ist daher eher als Remake einzuordnen.

Viel hatte ich mir nicht erwartet, viel habe ich auch nicht bekommen. Der Film braucht lange, bis er die Protagonisten vorgestellt hat und schafft es kaum, etwas Spannung aufzubauen. Ein paar Schreckmomente, durch die richtigen Schnitte verursacht, und das war es.

Weder mit außergewöhnlichen Bildern, noch durch die Story und auch nicht durch besonders herausragenden Schauspielern kann bei mir der Film punkten. Für einen netten Filmabend, bei dem man sich nebenbei unterhält mag er taugen, zu mehr aber auch nicht.

The Circle

Inhalt

(C) Universum Film

Mae Holland beginnt beim größten Internetkonzern, The Circle, zu arbeiten. The Circle besteht nicht nur aus Social Media-Plattformen, sondern erfindet auch Geräte und immer neue Dienste, mit denen Big Data so richtig genutzt werden kann.

Schnell arbeitet sich Mae im Circle ein und wird mit ihren Social Media-Profilen sehr beliebt in der Firma. Einer der Firmengründer wird darauf aufmerksam, dass Mae nicht nur für The Circle arbeitet. Bailey erkennt, das Mae den Circle vollkommen verinnerlicht hat und lebt.  Und so lädt er sie ein, zum nächsten Schritt: der vollkommenen Überwachung und Teilhabe an ihrem Leben. Ganz getreu dem Motto: Teilen ist heilen.

Trailer

Mein Fazit

Der Film wirft Fragen auf über das Social Media Verhalten und regt auch zum Nachdenken über seinen eigenen Umgang an. Es gibt aber weder den erhobenen Zeigefinger, noch wird über gut und böse geurteilt. Es bleibt dem Zuschauer überlassen, selbst zu urteilen.

Man zeigt Ideen, was  mit Big Data noch werden könnte, ohne dabei Angst zu schüren. Der Film spielt schön mit der Privatsphäre, der Freigabe seines Lebens, dass zugleich die Missachtung der Privatsphäre anderer Personen beinhaltet. Für Schulen kann ich mir den Film sehr gut vorstellen, um über eine Diskussion den Schülern Medienkompetenz zu vermitteln.

Nicht so ganz glücklich bin ich mit der Auswahl der Schauspieler. Für einige ist ihre Rolle zu groß und sie schwimmen ohne festen Halt unter den Füßen. Die Figur der Annie könnte man komplett aus dem Film nehmen, ohne dass es ihm irgendwie schaden oder etwas fehlen würde.

Barry Seal – Only in America

Inhalt

(C) Universal Pictures International Germany GmbH

Der Flugpilot Barry Seal arbeitet bei der TWA, als er eines Tages von der CIA angesprochen wird. Sie möchten ihn als Piloten für ein Aufklärungsflugzeug, mit dem er in Südamerika Fotos aus der Luft schießen soll. Barry willigt ein, hält aber für seine Familie den Anschein aufrecht, weiter für die TWA als Pilot zu arbeiten. Die Fotos, die er der CIA liefert, sind so gut und gestochen scharf, dass sie Barry weitere Jobs anbietet, wie den Austausch von Informationen mit korrupten Regierungen.

Doch Abseits der CIA wird auch ein kolumbianisches Drogenkartell auf Barry und seine Flüge aufmerksam. Und so machen die Drogenbosse ihm ein Angebot: Barry soll mit seinem Flugzeug von einem Feldweg aus starten und Drogen in die USA schmuggeln. Er lässt sich darauf ein und verwickelt sich immer tiefer in die nicht ganz legalen Operationen der CIA und immer tiefer in den Drogenschmuggel. Bis eines Tages die Blase zusammenbricht und die Generalstaatsanwältin Ermittlungen gegen Barry aufnimmt.

Trailer

Mein Fazit

Wie ich bereits vorher  befürchtet habe, spielt Tom Cruise wieder einmal das einzige, was er spielen kann: sich selbst. Es fällt leider auch schwer in dem Film darüber hinweg zu sehen, zu sehr ist der Stempel Cruise der Rolle aufgedrückt worden. Mir würden mit Colin Farrell, Jake Gyllenhaal, James McAvoy oder Theo James auf Anhieb vier Namen einfallen, die für die Rolle besser geeignet wären und Barry Seal einen einmaligen, unverwechselbaren Charakter gegeben hätten.

Nunja, so ist es halt jetzt. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und zeigt deutlich, wie sehr sich Amerika ins Weltgeschehen einmischt. Und zwar dort, wo sie eigentlich auch nichts zu suchen haben. Schön ist die Ich-Erzählung, die als Rückblick durch Video-Memoiren angelegt ist. Das nimmt den Zuschauer mit auf die Reise des Barry Seal, vom Linienflugpiloten über den Waffen- und Drogenschmuggler bis hin zum fallen gelassenen und verfolgten Menschen auf der Flucht.

Alles in allem ein netter Film, spannend, humorvoll und aufklärend. Wenn da nur nicht der Hauptdarsteller so nerven würde.

Atomic Blonde

Inhalt

(C) Universal Pictures International Germany GmbH

Die Top-Agentin Lorraine des britischen Gemeinsdienstes soll eine höchst brisante Liste besorgen: eine Liste über alle Spione in West- und Ost-Berlin. Da sich die Stimmung im November 1989 in der Bevölkerung der DDR zunehmend aufheizt, wird der Zusammenbruch der Mauer befürchtet und deshalb drängt die Zeit.

Zugleich soll Lorraine einen Doppelagenten enttarnen, der sowohl für den MI6, als auch für den KGB arbeitet. An ihre Seite bekommt sie David, der schon seit langer Zeit in Berlin verweilt und Kontakte auf beiden Seiten der Mauer hat.

David kennt auch den Ersteller der Liste, einen Stasi-Agenten. Er behauptet, die Liste auswendig zu kennen und fordert, in den Westen gebracht zu werden. Für die Geheimdienste aller Seiten wird er damit zum Zielobjekt. Wie auch der Mikrofilm mit der Liste, um den sich jeder Geheimdienst bemüht.

Trailer

Mein Fazit

Blut spritzend, langatmig, überraschend, realistisch. So ungefähr könnte man den Film mit wenigen Worten beschreiben. Aber mal der Reihe nach.

Ja, Blut spritzt, ungewöhnlich viel und ungewöhnlich so dargestellt, wie in diesem Film. Während man bei anderen Actionfilmen zwar auch Blut spritzen sieht, ist es hier besonders: das Blut spritzt direkt in und auf die Kamera. Es fehlt eigentlich nur noch, dass es von der Leinwand tropft.

Zudem sind die Kämpfe zwischen den Spionen für mich erschreckend realistisch dargestellt. Kennt man es aus anderen Filmen, dass sie immer wieder sofort aufstehen und gleich wieder kämpfen – hier ist das anders. Die Kontrahenten bleiben liegen, raffen sich erst nach einiger Zeit auf und sind langsamer in der Reaktion, nicht mehr so schlagkräftig und durch ihre Verletzungen gehemmt. So realistische Brutalität – ich bin verwundert, dass man damit eine Freigabe ab 16 Jahren erreicht hat.

Die Geschichte selbst erscheint verworren, die verschiedenen Rollen der einzelnen Charaktere unklar. Es gibt immer wieder Wendungen, die mehr verwirrend als aufklärerisch sind. Allerdings gibt es auch Überraschungseffekte, insbesondere am Ende, die den Film wieder in Gang bringen und die Spannung aufrechterhalten oder für Aha-Effekte sorgen. Insgesamt war er mir aber etwas zu lange und lässt einen mit ein paar Fragen zurück. Oder aber er wurde zu kurz, weil Entscheidendes für das Verständnis herausgeschnitten wurde?

The Limehouse Golem – Das Monster von London

Inhalt

(C) Concorde Filmverleih GmbH

Inspector John Kildare von Scotland Yard soll im London der 1880er-Jahre eine Mordserie aufklären. Die Bevölkerung glaubt zu wissen, wer für die Morde verantwortlich ist. Es ist der Golem, ein Monster aus einer jüdischen Legende.

Seine Ermittlungen führen Kildare in den Stadtteil Limehouse. Dort trifft er auf die Schauspielgruppe um Dan Leon, der auch Elizabeth Cree angehörte. Elizabeth Cree ist derzeit vor Gericht und wird des Mordes an ihrem Mann John angeklagt. Vieles deutet darauf hin, dass John Cree für die Morde verantwortlich sein könnte. Hat Kildare den Golem gefunden?

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Mein Fazit

Der Film scheint auf den ersten Blick ein bisschen verwirrend, die Szenen reihen sich nicht chronologisch aneinander. Es klärt sich zwar zum Ende hin alles auf, zwischenzeitlich wundert man sich aber darüber und kann nicht alles richtig einsortieren.

Die Bilder sind düster und sollen sowohl das ärmliche Limehouse, als auch die viktorianische Zeit des schmutzigen London unterstreichen. Kildare wird ein Polizist an die Seite gestellt, dessen Aufgabe nicht wirklich klar ist. Er tritt nur in wenigen Szenen in Erscheinung, indem er mit Kildare Dialoge führt. Für jemand, der persönlich zugeordnet ist, ist das erstaunlich wenig.

Insgesamt lässt sich aber sagen, dass der Film spannend und kurzweilig ist, gute Unterhaltung bietet und nicht wirklich vorhersehbar ist. Ich kann ihn auf jeden Fall empfehlen.

Baby Driver

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(C) Sony Pictures Releasing GmbH

Der jugendliche Baby hat ein herausragendes Talent: er hat Autos auch in Extremsituationen vollkommen unter Kontrolle. Kein Wunder, dass der Gangsterboss Doc ihn bei jedem seiner Raubzüge dabei haben will. Doc stellt für jeden Bankraub ein neues Team zusammen, lediglich Baby ist eine feste Konstante. Und der Junge kann wirklich gut fahren, aber immer nur unter einer Bedingung: er braucht seine Musik auf den Ohren, die minutiös auf die Aktionen abgestimmt sind. Kommt es zu einer Verzögerung, muss er seine Songs neu starten.

Eines Tages lernt Baby er die Kellnerin Deborah kennen. Deborah bedient in dem Diner, in welchem Babys Mutter früher gearbeitet hat und in das er immer noch jeden Tag geht. Baby und Deborah verlieben sich in einander und so beschließt er, mit dem fahren von Fluchtautos aufzuhören. Allerdings hat Baby die Rechnung ohne Doc gemacht, der ihn nicht so einfach gehen lassen will.

Trailer

Mein Fazit

Der Film hat alles, was ein guter Film braucht. Action, Witz, Romanze, Spannung, Dramatik. Für mich gehört der Film jetzt schon zu den besten des Kinojahres. Abgesehen davon, dass der Titel nicht wirklich originell, spannend und interessant klingt, kann ich wirklich nichts schlechtes finden.

Ansel Elgort begeistert mich ein weiteres Mal mit seiner Schauspielkunst. Der Junge wirkt jetzt schon so souverän und erfahren, dass man da wirklich viele große Werke erwarten kann. Kevin Spacey, den wir aus House of Cards gut kennen, brilliert als Gangsterboss und ist mit Elgort im perfekten Zusammenspiel. Da werden die anderen Figuren nur zum Nebendarsteller.

Die Storyline ist zwar an wenigen Stellen vorhersehbar, punktet dafür an anderer Stelle mit Überraschungen. Definitiv kann man Geschichte und Film als sehr gelungen mit nahezu perfekter Besetzung bezeichnen. Und mit einem Hammer-Soundtrack.