MVG IsarTiger: ein weiteres Ridesharing-Angebot für München

Vor etwa einer Woche hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihr neuestes Mobilitätsprodukt vorgestellt: den MVG IsarTiger. Der IsarTiger ist ein Ridesharing-Angebot, dass in mehreren Stufen getestet und eingeführt wird.

Es handelt sich dabei um einen Service, bei dem sich der Fahrgast über eine App den IsarTiger zur nächsten Haltestelle bestellt. Die App zeigt dabei auch den Weg dorthin an. Als Ziel kann jeder Punkt innerhalb des Bediengebiets angewählt werden, an dem ein sicheres Aussteigen möglich ist. Die Software versucht im Hintergrund die Anmeldungen verschiedener Fahrgäste zusammen zu fassen und so den Weg für ein Fahrzeug zu bündeln. Damit verbindet das Ridesharing die klassischen Taxifahrten mit Anruf-Sammel-Taxis zu einem System.

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Quelle: SWM/MVG

Zum Start beginnt der MVG IsarTiger erstmal in einem relativ kleinen Bediengebiet, dass sich westlich der Altstadt nach Laim, Moosach, Neuhausen, Nymphenburg, Isarvorstadt, Ludwigsvorstadt, Maxvorstadt und das westliche Schwabing erstreckt. In der ersten Stufe ab Mitte Juni 2018 ist der Nutzerkreis erst noch auf die Kunden beschränkt, die ein IsarCard-Abo bei der MVG abgeschlossen haben. Sie werden zu einem freiwilligen Vorab-Test eingeladen. Der IsarTiger steht am Samstag Abend von 19 bis 2 Uhr zu Verfügung.

Voraussichtlich ab Herbst 2018 wird in der zweiten Stufe die Betriebszeit auch auf den Freitag Abend ausgedehnt und der IsarTiger für alle geöffnet. Innerhalb der zweiten Stufe wird die Betriebszeit und das Bediengebiet untersucht und eventuell angepasst. Als dritte Stufe wird der Regelbetrieb angestrebt, nach derzeitigen Planungen ist das etwa Mitte 2020 der Fall.

Ridesharing – das ist nicht neu in München. Seit 2016 ist mit CleverShuttle der erste Anbieter in München unterwegs. Und das mit deutlich größerem Geschäftsgebiet, das fast die gesamte Landeshauptstadt umfasst. Auch die Geschäftszeiten sind ausgeweiteter: täglich ab 10 Uhr lässt sich CleverShuttle nutzen. Sonntags bis 24 Uhr, Montag bis Donnerstag bis 3 Uhr und am Wochenende sogar bis 6 Uhr morgens.

Sicher, die MVG drängt mit ihrem IsarTiger erst einmal auf dem Markt und möchte das Angebot testen. Ich hätte mir jedoch etwas mehr Mut gewünscht. Ein Start im gesamten Stadtgebiet und mit Zeiten, die bis in die Morgenstunde reichen. Der IsarTiger könnte damit eine wunderbare Ergänzung zu den Nachtlinien darstellen und die Gebiete auf Abruf bedienen, die weniger gut versorgt sind oder die letzten Distanz bis zum Ziel überbrücken. Gerade bei den Damen, die etwas ängstlicher sind, nachts nur ungern von der Haltestelle nach Hause gehen und deshalb meist das eigene Auto wählen.

Einen Vorteil wird der IsarTiger sicherlich haben: die MVG ist mit ihrer Marke bekannter und kann mit ihren Apps eine vollständige Lösung bieten – vom öffentlichen Nahverkehr, über Carsharing und Leihfahrrädern ist alles vorhanden. Dieses Gesamtangebot und damit auch die Bekanntheit fehlt bei CleverShuttle, obwohl sie durch die Deutsche Bahn gefördert werden.

So, oder so: ich wünsche dem MVG IsarTiger einen guten Start.

Wenn Du kein iPhone hast, hast Du kein iPhone

Schwupps und weg war es. Mein iPhone. In der Nacht auf Samstag ist es mir im Taxi nach einem Telefonat zwischen die Erhebung in der Fahrzeugmitte (wo Handbremse + Gangschaltung ist) und der Befestigung des Beifahrersitzes gefallen. Der Versuch es sofort wieder herauszufischen misslang, ich konnte es nicht richtig greifen. Also wollte ich es beim Aussteigen herausholen – und genau das habe ich vergessen.

Ein sofortiger Anruf bei der Taxi München eG blieb bislang ohne Erfolg. Am Morgen dann fiel mir ein, dass es mit IsarFunk noch eine weitere Taxizentrale gibt. Zur Sicherheit habe ich beide Taxizentralen per E-Mail angeschrieben. Auch Find my iPhone ist mir eingefallen, aber zu dem Zeitpunkt war das iPhone nicht mehr zu orten – es dürfte der Akku bereits leer gewesen sein.

Wie sehr man sich nach 1 1/2 Jahren an sein iPhone gewöhnt hat ist mir gestern so richtig aufgefallen. Es ist ein ständiger Begleiter im Alltag und es auch zu Hause viel benutzt – sei es für Twitter, schnell Foto machen oder auch in meinem Fall zum Führen des Blutzuckertagesbuchs und und und. Wenn Du kein iPhone hast, hast Du kein iPhone. Nie hatte der Spruch für mich mehr Bedeutung als jetzt. Und iPhone-Nichtbesitzer können das auch gar nicht nachvollziehen. Und dabei ist mein iPhone noch nicht einmal 36 Stunden weg.

Ich fühle grad irgendeine Leere in mir – nicht wegen des verschwundenen Gerätes, das ist ersetzbar, sondern wegen der Hilflosigkeit. Mehr als auf die Ehrlichkeit des Taxifahrers oder der Reinigungskraft kann ich nicht hoffen. Ein anderer Fahrgast scheidet auf jeden Fall aus, da das iPhone nicht sichtbar ist und man da normal nix mit der Hand zu suchen hat. Ich glaub auch nicht, dass der Taxifahrer nach der Funkdurchsage wirklich aktiv danach gesucht hat. Also bleibt nur: abwarten.

Wenn jemand einen Taxifahrer in München kennt oder sogar selbst Taxifahrer ist, dann bitte ich um Mithilfe und weiterer Bekanntmachung dieses Blogbeitrags. Folgendes kann ich zur Fahrt sagen:

Die Fahrt erfolgte in der Nacht Freitag 10./Samstag 11. Juni 2011 von der Kultfabrik nach Maisach. Ich wurde während der Taxifahrt angerufen und bin dann im Laufe der Fahrt eingeschlafen. Der Taxifahrer weckte mich am Ortseingang von Maisach und ich erklärte dann noch den Weg zu mir nach Hause. Beim Bezahlen hatte ich leider erst zu wenig bezahlt – keine Absicht, ich hab einen Schein falsch angeschaut.

Ich bitte, wenn sich hier jemand wieder erkennt, mit mir Kontakt aufzunehmen (siehe Impressum), am besten per E-Mail oder auf der bei den Taxizentralen bekannten Rufnummer anzurufen.

Für mich stellt sich jetzt natürlich die Frage: wie lange warten? Wie lange warten bis man beim Fundbüro nachfrägt. Wie lange warten bis man bei der Polizei eine Anzeige wegen Unterschlagung einer Fundsache stellt. Wie lange warten bis man sich um eine Ersatzbeschaffung kümmern soll?

Was bleibt ist der Ärger über sich selbst, wieso ich beim Aussteigen das iPhone vergessen habe. Und dieses extrem komische und frustrierende Gefühl der weiteren Machtlosigkeit. Vielleicht findet es ja noch ein gutes Ende, aber ich gewöhne mich langsam an den Gedanken, dass dies die teuerste Taxifahrt meines Lebens wurde.

Sollte jemand noch weitere Tipps haben, was man machen kann oder ob es noch eine dritte Taxizentrale geben sollte, die man informieren muss, dann bitte gerne unten in die Kommentare.