HIV-Schnelltests für jedermann

Bundesgesundheitsminister () möchte gesetzlich regeln, dass -Schnelltests für jedermann frei verkäuflich sein sollen. Er könne Leute erreichen, die sich auch sonst nicht testen lassen würden, so der Minister.

Wie funktioniert der Test?

Der Test ist so ähnlich, wie ein Blutzuckertest. Mit einem Stich in die Fingerkuppe werden ein paar Tropfen Blut entnommen und in den Testapparat gegeben. Nach etwa einer Viertelstunde zeigt der Test das Ergebnis an.

Wann funktioniert der Test?

Der Test weist lediglich die Antikörper nach, welche der Körper bei einer Infektion mit dem bildet. Daher kann ein zuverlässiges, negatives Ergebnis erst zwölf Wochen nach der Ansteckung nachgewiesen werden. Bestand zwischendrin ein Infektionsrisiko ist das Ergebnis -negativ nicht aussagekräftig.

Meine – was ich gut finde

Durch die Freigabe für jedermann wird die Hürde, sich zu testen, deutlich gesenkt. Personen, die sich bisher nicht getraut haben, können sich in den eigenen vier Wänden testen. Auch Personen, wie sagt, die eine weite Reise bis zur nächsten Beratungsstelle unternehmen müssten und den Weg scheuen, steht damit der Test sehr bequem zur Verfügung.

Meine Befürchtungen – was ich nicht gut finde

Zu allererst muss man sagen, dass das Ergebnis -positiv immer einen Schock darstellt. Diesen Schock zuhause und alleine in den eigenen vier Wänden zu bekommen, wird nicht immer die richtige Reaktion hervorrufen. Nämlich die Reaktion, sich Beratung und Behandlung zu suchen. Von der Reaktion “Jetzt ist es auch schon egal” bis hin zum kann ich mir hier eine ganze Bandbreite negativ vorstellen.

Es sei auch noch erwähnt, dass die Schnelltests sehr empfindlich sind und häufig fehlerhaft positiv anschlagen. Ein positives Ergebnis sollte also immer durch Labortests bestätigt werden. Aber wer sagt es denjenigen, die sich aus der Gesellschaft zurückziehen und sich zuhause einigeln?

Eine weitere Befürchtung von mir ist, dass sich aufgrund der einfachen Test-Verfügbarkeit das Schutzverhalten verschlechtert. “Ich kann mich ja jederzeit und regelmäßig testen.” Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders und fördert eher das Risiko, anstatt es zu senken. Und man darf nicht vergessen: Kondome schützen nicht nur vor , sondern auch anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Alternativen?

Nein, Alternativen zur Freigabe sehe ich eigentlich keine. Ich halte zwar eine Beratung für zwingend notwendig, aber der breitere Zugang und die niedrigeren Hürden sind einfach unschlagbare Argumente. Und auch die -Hilfen begrüßen die Freigabe.

Was aus meiner Sicht aber jetzt noch wichtig wäre ist ein besserer Zugang zur sogenannten -, der Prä-Expositions-Prophylaxe. Hier wird als Vorsorge das Medikament ® eingenommen, mit dem sich das -Ansteckungsrisiko bei “ungeschütztem” Verkehr auf das Niveau des Verkehrs mit Kondomen reduziert. Zur gehört neben dem -Test vor Behandlungsbeginn auch eine regelmäßige, dreimonatliche Kontrolle auf , weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten und der Nierenwerte.

Die ist zwar mittlerweile in ausgewählten Apotheken für 50 Euro im Monat zu haben, aber als breiten Zugang kann man das nicht bezeichnen. In Apotheken, die nicht am Vertriebssystem mit Verblisterung teilnehmen, kostet die Monatspackung bis zu 800 Euro. Zudem kann die nur von Ärzten verschrieben werden, die entsprechendes Schulungsmaterial von den Herstellern bekommen haben.

Der Vorstoß von mit der Freigabe der Schnelltests ist zu begrüßen. Aber im Kampf gegen die -Ansteckung muss die Zugangserleichterung zu der nächste Schritt sein.

Wie ist Deine Meinung zum Schnelltest und zur ? Gut oder schlecht? Und hast Du schon mal an einen -Test gedacht?

Wenn Deutschland…

Wenn in Deutschland eine Psychologin, bei einem mutmaßlichen Selbstmordattentäter keine Suizidgefahr sieht, wie möchte man bei psychisch erkrankten Bürgern suizidale Tendenzen erkennen und ihnen die notwendige Hilfe zukommen lassen? Deutschland, Du hast noch viel zu tun um Deine gesundheitlich zu umsorgen. Deutschland, ein gesundheitspolitisches Entwicklungsland.

Depression – Ein langer Weg ohne Hilfe

Es ist jetzt genau ein Jahr her, als ich im Büro meines damaligen Chefs erfahren habe: “Du bist ab sofort bis zum Arbeitsplatzwechsel von der freigestellt.” Obwohl ich den Wechsel angestoßen habe und schon lange darauf wartete, war es für mich ein Schock – es war so plötzlich und unerwartet. Aber vielleicht beginne ich erst einmal am Anfang.

Ich weiß nicht genau, wann meine Erkrankung an einer begonnen hat, vermutlich trage ich sie schon seit etlichen Jahren mit mir herum. Auch über die genauen Ursachen kann ich bisher nur spekulieren. Nur eines weiß ich: es gibt nicht die Ursache, vielmehr ist ein ganzes Puzzle an Ursachen. Überlastung, Langeweile, Rückschläge, mangelnde Sozialkontakte, fehlendes Selbstbewusstsein, gesellschaftlicher Druck – all das und sicher noch mehr, sind Teile des Ursachenpuzzles, die bei mir vorhanden waren. Wobei mangelnde Sozialkontakte und fehlendes Selbstbewusstsein eher als Sekundärursachen einzustufen sind, die durch die beginnende erst entstanden sind. Weiterlesen

Erschütternde Wahrheit

Inhalt

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Der aus Nigeria eingewanderte Pathologe Dr. Bennet Omalu geht respektvoll mit seinen Leichen um und macht die Autopsie sehr gründlich, was seinem Kollegen missfällt. Eines Tages hat er Pittsburghs Football-Legende Mike Webster auf seinem Tisch, nachdem dieser sich selbst das genommen hat. Aus der Krankenakte geht hervor, dass Mike in den letzten Monaten über Kopfschmerzen klagte, Vergesslichkeit und er hörte Stimmen. Es konnte allerdings keine Ursache gefunden werden. Auch für Dr. Omalu ist das Gehirn in einem zu guten Zustand, als dass diese Symptome erklärt werden können.

Um die wahre Todesursache herauszufinden, untersucht er sogar auf private Kosten weiter und beschäftigt sich mit Football. Dabei macht er die entscheidende Entdeckung: durch die vielen Stöße auf den Kopf beim Football- und während der ganzen Trainings, wird das Gehirn durch eine Vielzahl von Gehirnerschütterungen extrem in Mitleidenschaft gezogen, was die Symptome von Mike Webster erklären könnte. Als dann noch mit Andre Waters ein weiterer Ex-Football-Profi auf seinem Tisch landet, ebenfalls durch umgekommen, und Dr. Omalu in der Krankenakte die gleichen Symptome und bei seinen Untersuchungen die gleichen kleinen Verletzungen unter dem Mikroskop entdeckt, ist er sich sicher: Football ist die eigentliche Todesursache.

Zusammen mit weiteren Neurologen veröffentlicht Dr. Omalu einen Artikel über die neu entdeckte chronisch traumatische Enzephalopathie, kurz CTE genannt. Die NFL ist darüber alles andere als begeistert und stellt der Öffentlichkeit eine Gegenstudie vor, mit der sie die Forschungen von Dr. Omalu als falsch darstellen. Aber dieser gibt nicht auf und macht weitere Untersuchungen, um seine Theorie zu untermauern. Und sieht sich plötzlich Angriffen aus der ganzen Öffentlichkeit ausgesetzt.

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