Der Gemischtwarenblog und die DSGVO

Die Datenschutzgrundverordnung () geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Ein paar Maßnahmen musste ich trotzdem ergreifen, obwohl der Gemischtwarenblog die bisherigen Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes () eingehalten hat. Aber es war für mich, einmal inne zu halten und auch zu überlegen: was brauche ich, was brauche ich nicht.

Grundsätzlich vertrete ich ja schon immer die Auffassung: Datensparsamkeit und möglichst wenig Erhebung. Nun ging aber mit einer Internetpräsenz immer einher, dass es Daten und Logfiles gab. Dass man bequem mit eingebunden hat. Dass man einfach vorhandene Plug-Ins verwendet hat. Die alte war zwar bisher dafür ausreichend – und wäre es mit wenigen Anpassungen vermutlich auch im Rahmen der – aber ich wollte den ganzen auf den Prüfstand stellen.

Das sind die Änderungen

Die größte Änderung für mich, den wieder in einer eigenen Installation zu hosten, auch wenn ich erst vor wenigen Monaten zu umgezogen bin. Aber in der eigenen Installation habe ich mehr Kontrolle darüber, was geschieht.

Im Rahmen dessen habe ich mir auch überlegt: brauche ich eigentlich eine Zugriffsstatistik? Was bringt mir sie? Es ist zwar nett zu sehen, dass man mal mehr und mal weniger Zugriffe hat und woher die Besucher kommen, aber einen wirklichen Mehrwert hat es für mich nicht. Also ist die Statistik gleich mal raus geflogen. Bedeutet: ich selbst erfasse nicht, wie der Besucher auf die Seite kommt, welchen Browser, welches Betriebssystem, welche Auflösung er benutzt oder wo er her kommt.

möchte ich weiterhin anbieten. Aber welche Datenerhebung benötige ich dazu? Benötige ich tatsächlich die E-Mail-Adresse? Nein. Auch der Gravatar wird nicht benötigt. Und die IP-Adresse brauche ich schon gleich dreimal nicht. Entsprechend wurden die Gravatare deaktiviert. Die Eingabe von Namen und E-Mail-Adresse sind optional und freiweillig. Leider bietet keine Deaktivierung der an – ein überschreibt deshalb die IP-Adresse immer mit der 127.0.0.1 – dem localhost.

? Sicher doch. Ich möchte auch weiterhin, dass der Besucher mich in den sozialen Netzwerken findet. Aber ich brauche dazu keine Plug-Ins. In der linken Spalte reichen hierfür einfache Links auf meine Profile. Für die Beitrag-Teilen-Funktion habe ich mir ein gesucht, das lokal arbeitet und nicht schon im Vorfeld Kontakt zu den Social-Media-Anbietern sucht. Erst bei einer Teilen-Aktion wird der Besucher auf dieser – und zwar nur auf dieser einen Plattform – weitergeleitet und seine Daten dort erhoben. Hier im wird nur der Klick für einen Zähler gespeichert – nicht wer und nicht wann.

Überhaupt habe ich sehr darauf geachtet, mir Plug-Ins zu suchen, die lediglich lokal arbeiten. Vom großen, durch angebotenen habe ich mich verabschiedet. Dadurch sieht das ein oder andere jetzt hier vielleicht anders aus – aber es war notwendig.

Und zu guter Letzt wurde natürlich die Datenschutzerklärung aktualisiert und angepasst.

Let’s keep blogging

Grundsätzlich hätte ich den auch weiter wie bisher betreiben können. Der gemäß DSGVO war auch vorher bereits gewährleistet und hätte nur der Anpassung der Datenschutzerklärung bedarft. Aber besser ist es doch, erst so wenig Daten wie möglich zu erheben, nicht wahr?

Die Panik in die viele derzeit verfallen und ihre Webseiten und Blogs sogar schließen, kann ich nicht nachvollziehen. Oder fühlen sie sich erwischt, dass sie bisher schon das nicht erfüllt haben? Ich bleibe online. So, let’s keep blogging.

The Circle

Inhalt

(C) Universum

Mae Holland beginnt beim größten Internetkonzern, The Circle, zu arbeiten. The Circle besteht nicht nur aus -Plattformen, sondern erfindet auch Geräte und immer neue Dienste, mit denen Big so richtig genutzt werden kann.

Schnell arbeitet sich Mae im Circle ein und wird mit ihren -Profilen sehr beliebt in der Firma. Einer der Firmengründer wird darauf aufmerksam, dass Mae nicht nur für The Circle arbeitet. Bailey erkennt, das Mae den Circle vollkommen verinnerlicht hat und lebt.  Und so lädt er sie ein, zum nächsten Schritt: der vollkommenen Überwachung und Teilhabe an ihrem . Ganz getreu dem Motto: Teilen ist heilen.

Trailer

Mein Fazit

Der wirft Fragen auf über das Verhalten und regt auch zum Nachdenken über seinen eigenen Umgang an. Es gibt aber weder den erhobenen Zeigefinger, noch wird über gut und böse geurteilt. Es bleibt dem Zuschauer überlassen, selbst zu urteilen.

Man zeigt Ideen, was  mit Big noch werden könnte, ohne dabei Angst zu schüren. Der spielt schön mit der Privatsphäre, der Freigabe seines Lebens, dass zugleich die Missachtung der Privatsphäre anderer Personen beinhaltet. Für Schulen kann ich mir den sehr gut vorstellen, um über eine Diskussion den Schülern Medienkompetenz zu vermitteln.

Nicht so ganz glücklich bin ich mit der Auswahl der . Für einige ist ihre Rolle zu groß und sie schwimmen ohne festen Halt unter den Füßen. Die Figur der Annie könnte man komplett aus dem nehmen, ohne dass es ihm irgendwie schaden oder etwas fehlen würde.