Dieses bescheuerte Herz

(C) Constantin

Lenny ist von Beruf Sohn, hat schon viele Studiengänge abgebrochen und geht jeden Tag feiern. Seinem Vater, einem Chefarzt, gefällt das überhaupt nicht. Als Lenny eines Tages wieder einmal besoffen vom feiern nach Hause kommt und dabei seinen Porsche im Pool versenkt, reicht es ihm. Er setzt seinen Sohn erst einmal vor die Tür und lässt die Kreditkarten sperren.

Doch er gibt Lenny eine Chance: wenn Lenny sich um Jugendlichen David, einem schwer herzkranken Patienten, kümmert und ihm seine Wünsche erfüllt, kann Lenny weiter über verfügen. Lenny hat darauf nun mal überhaupt keinen Bock und lässt das David auch erst einmal spüren. Aber im Laufe der wächst der kranke Lenny ans Herz und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den Beiden.

Mein Fazit

Der beruht auf der wahren Geschichte von und Lars Armend, die ihre Erlebnisse und ihre Freundschaft im gleichnamigen Buch niedergeschrieben haben. Trotz der schweren Krankheit und der Aussicht auf einen baldigen geht es aber nicht um die letzte Begleitung auf dem Weg ins Jenseits, sondern um das und die .

Der Regisseur hat das Händchen, die Geschichte mit der notwendigen Dramatik und einer großen Portion Hoffnung zu erzählen. Mit viel Humor versprüht der eine Leichtigkeit, obwohl für David der an jeder Ecke lauert.

Ganz hervorragend war die Auswahl der . spielt die Mutter mit ihren Sorgen und Ängsten so hervorragend, dass man an der Authentizität nicht zweifeln kann. Als hätte man die echte Mutter in diesen Situationen gefilmt. Elyas M’Barek spielt einmal mehr die Rolle eines arroganten Egomanen, zeigt aber einmal mehr, dass er auch mehr kann und wandelt sich im Laufe des Films zu einem gut umsorgenden Freund.

Aber der wahre Star des Films ist , der Elyas M’Barek mit seiner Leistung richtig blaß aussehen lässt. Die Rolle des David verkörpert er, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Im Zusammenspiel mit glaubt man wirklich, Mutter und Sohn auf der Leinwand zu haben. Einfach grandios, diese Leistung.

Gefühl, Witz und Leichtigkeit in einem Thema, das normalerweise kein Happy End beinhaltet.

Media Monday #343

 

1. in und Fernsehen können nur von wenigen Schauspielern richtig gut dargestellt werden.

2. Inferno steht schon ewig auf meiner Liste, aber irgendwie komme ich nicht dazu, es zu .

3. Im Moment bin ich ja, was Bücher angeht, voll und ganz dem Genre der verhaftet, das finde ich zur so richtig gut.

4. Anthologie-Serien, die je Folge oder Staffel eine eigenständige Geschichte erzählen finde ich ganz nett, wobei es natürlich auch immer auf das Thema drauf ankommt.

5. Seit Baby Driver hat mich lange nichts mehr so begeistert, schließlich ist der einsame Klasse und war das Highlight des letzten Kinojahres.

6. Lange Bahnfahrten nutze ich zum und Filme schauen.

7. Zuletzt habe ich die meines Receivers von allem befreit, was bei und verfügbar ist und das war erstaunlich viel, weil die zusammen wirklich wahnsinnig viel Auswahl mittlerweile haben.

Der Media Monday wird wöchentlich vom Medienjournal Blog ausgerichtet. Heute war es Ausgabe 343.

The Circle

Inhalt

(C) Universum

Mae Holland beginnt beim größten Internetkonzern, The Circle, zu arbeiten. The Circle besteht nicht nur aus -Plattformen, sondern erfindet auch Geräte und immer neue Dienste, mit denen Big so richtig genutzt werden kann.

Schnell arbeitet sich Mae im Circle ein und wird mit ihren -Profilen sehr beliebt in der Firma. Einer der Firmengründer wird darauf aufmerksam, dass Mae nicht nur für The Circle arbeitet. Bailey erkennt, das Mae den Circle vollkommen verinnerlicht hat und lebt.  Und so lädt er sie ein, zum nächsten Schritt: der vollkommenen Überwachung und Teilhabe an ihrem . Ganz getreu dem Motto: Teilen ist heilen.

Trailer

Mein Fazit

Der wirft Fragen auf über das Verhalten und regt auch zum Nachdenken über seinen eigenen Umgang an. Es gibt aber weder den erhobenen Zeigefinger, noch wird über gut und böse geurteilt. Es bleibt dem Zuschauer überlassen, selbst zu urteilen.

Man zeigt Ideen, was  mit Big noch werden könnte, ohne dabei Angst zu schüren. Der spielt schön mit der Privatsphäre, der Freigabe seines Lebens, dass zugleich die Missachtung der Privatsphäre anderer Personen beinhaltet. Für Schulen kann ich mir den sehr gut vorstellen, um über eine Diskussion den Schülern Medienkompetenz zu vermitteln.

Nicht so ganz glücklich bin ich mit der Auswahl der . Für einige ist ihre Rolle zu groß und sie schwimmen ohne festen Halt unter den Füßen. Die Figur der Annie könnte man komplett aus dem nehmen, ohne dass es ihm irgendwie schaden oder etwas fehlen würde.

Begabt – Die Gleichung eines Lebens

Inhalt

Mary wird von ihrem Onkel Frank groß gezogen und ist bisher von ihm unterrichtet worden. Frank möchte, dass Mary Freunde kennen lernt und schickt sie deshalb fortan zur . Doch gleich am ersten Tag fällt ihrer Lehrerin auf, dass Mary ungewöhnlich ist. Sie beherrscht nicht nur die Mathematikaufgaben der ersten Klasse ohne Mühe, Mary kann bereits höhere, komplexe Gleichungen lösen.

Die Rektorin der ist in der Lage, ein Stipendium für eine für hochbegabte zu organisieren. Doch Frank lehnt ab, er will, dass Mary als ganz normales Mädchen aufwächst. Daraufhin macht die Rektorin Marys Großmutter ausfindig, die nur eines möchte: dass ihre Enkelin die beste Ausbildung mit eiserner bekommt, um das Werk ihrer verstorbenen Mutter zu vollenden – eine Milleniumsaufgabe in der Mathematik zu lösen.

Trailer

Mein Fazit

Ich war im hin und her gerissen, zwischen dem kindlichen Mädchen und dem Mädchen, das mühelos und mit viel Spaß die Mathematik auch in den komplexesten Aufgaben beherrscht. Natürlich möchte man selbst, dass Mary möglichst gut gefördert wird. Man versteht aber auch ihren Onkel Frank, der Mary eine ganz normale Kindheit ermöglichen möchte. Mit Freunden, mit Spaß, mit allem, was dazu gehört.

Im Laufe des Films versteht man Frank umso mehr, nachdem man Details über seine verstorbene Schwester, Marys Mutter, erfährt. Man beginnt die Großmutter dafür zu hassen, immer nur antreiben zu wollen und ihnen die Kindheit zu rauben. Man fühlt mit Mary, die eigentlich doch nur Mathematik liebt und ihr mit Frank und dem einäugigen Kater Fred liebt.

Emotional hat mich der stark in seiner Handlung mitgenommen. Die faszinieren mich, vor allem McKenna Grace als Mary, die wohl in keinster Weise verstanden hat, welch komplexe Formeln sie bei den Dreharbeiten an die Tafeln der Unterrichtsräume geschrieben hat. Alleine, dass dieses kleine Mädchen die Formeln für ihre Rolle auswendig gelernt hat, verdient Anerkennung.

Doch auch Chris Evans hat mich überrascht, kennt man ihn doch bisher nur in Rollen in denen er schön aussehen musste oder die sich nur durch definiert haben. Hier zeigt er, dass auch ein echter in ihm steckt. Ernste Rollen stehen ihm genauso gut, wie der dumme Schönling und der Actionheld.

Spielt Cruise wieder sich selbst?

Demnächst kommt ja Barry Seal – Only in America ins . Die Hauptrolle ist mit besetzt. Nun, wer mein Fazit zu Die Mumie gelesen hat, weiß, dass ich nicht gerade ein Fan von bin. Wieso? Weil er nur eine einzige Rolle kann: sich selbst. Egal in welchem er zu sehen war, es ist immer die gleiche Art Charakter. Und bei Barry Seal kommt das sogar im Trailer so richtig schön rüber. Aber seht selbst:

Trailer

Findet ihr nicht auch, dass sich hier alle anderen bisherigen Rollen von Cruise wiederfinden? Der aus meiner Sicht überbewerteste Hollywoods macht das, was er am besten kann: sich selbst. Schauspielerisches Talent? Fehlanzeige.

Wie seht ihr das? Ist für euch ein guter oder überbewertet? Werdet ihr Barry Seal anschauen? Hinterlasst mir Eure Meinung in den Kommentaren.

Attraction

Inhalt

(C) Capelight Pictures/Central

Es ist die Nacht der Sternschnuppen über Moskau und Yulya möchte mit ihrem Freund Artyom die Schnuppen auf dem Dach eines Hochhauses beobachten. Aber Sternschnuppen sind nicht das Einzige, was in dieser Nacht vom Himmel kommt. Ein fremdes Raumschiff wurde durch die Kometeneinschläge beschädigt und ist in die Erdatmosphäre eingetreten.

Im Verteidigungsministerium, in dem Yulyas Vater einer der ranghöchsten Offiziere ist, läuten alle Alarmglocken und so beschießen das unbekannte Flugobjekt. Schwer beschädigt stürzt es in ein Wohngebiet von Moskau ab.

Artyom, Yulya und ihre Freunde begeben sich von Neugier getrieben in den evakuierten Bereich um das Ufo. Artyom und seine Freunde machen Jagd auf die Außerirdischen, aber Yulya bekommt Kontakt zu einem der verletzten Erdbesucher und versucht ihm zu helfen. Weiterlesen

Die Mumie (2017)

Inhalt

Nick Morton und sein Kumpel Sergeant Vail sind, weit von ihrem Auftrag der Fernaufklärung entfernt, im ehemaligen Mesopotamien auf der Suche nach einem Schatz. Das Dorf, in dem sie den Schatz vermuten, ist durch Rebellen besetzt und der Versuch, unbemerkt dort nach dem Schatz zu suchen, schlägt fehl. Nachdem sie einen Luftangriff angefordert haben, sind nicht nur die Rebellen vertrieben, es tut sich auch ein großes Loch auf, das eine große, unterirdische Kammer zum Vorschein bringt: das Grab der ägyptischen Prinzessin Ahmanet.

Ahmanet war nicht irgendeine Prinzessin. Sie hat den des Todes beschworen und ist mit ihm den Pakt eingegangen, ihm in einen sterblichen Körper zu holen. Die alten Ägypter hatten sie deshalb lebendig mumifiziert und weit weg von Ägypten in ein Gefängnisgrab gebracht.

Nick und eine Archäologin bergen ihren Sarkophag und die Mumie der Prinzessin versucht, das Ritual zu vollenden und den des Todes einen Körper zu schenken – und dafür hat sie sich Nick ausgesucht.

Trailer

Mein Fazit

Die Mumie wurde von den Universal Studios als Reboot der Trilogie aus den 2000ern gestartet, hat aber aus meiner Sicht nicht viel damit gemeinsam. Klar, eine Mumie, die auf die Jagd geht, aber die Geschichte darum herum ist ganz klar eine andere.

Der spielt in der Gegenwart und vermischt gekonnt verschiedene Epochen und Legenden miteinander. Vom alten Ägypten über die Kreuzritter bis zum gegenwärtigen Crossrail-Projekt in London ist die Handlung schlüssig und kollidiert nur an wenigen Punkten mit der Realität. Das lässt sich verkraften und wird durch die dauerhaft aufrecht erhaltenen Spannung mehr als nur entschädigt.

Der Auftakt zur neuen Mumien-Reihe leidet allerdings etwas unter dem Hauptdarsteller. Tom Cruise spielt den einzigen Charakter, den er wirklich beherrscht. Ob die Figur nun Nick Morton, Ethan Hunt, Jack Reacher oder Maverick heißt, es ist immer der gleiche Charakter ohne Wandlung. Schade, gibt es doch so viele , die in ihren Rollen mehr einhauchen.