Die S-Bahn-Tunnelbahnhöfe werden modernisiert – die unendliche Geschichte

S-Bahnhof Rosenheimer Platz

Der S-Bahnhof am 7. . Foto: Marcus Bölt

Viele werden sich gar nicht mehr daran erinnern können: die S--Tunnelbahnhöfe der in gab es auch mal ohne Baustelle und mit Deckenverkleidung. Und auch, wenn sie in die Jahre gekommen waren, die Bahnhöfe waren damals noch hübsch anzusehen.

Aber das ist schon lange vorbei. Im , also vor über elf Jahren, wurde mit einer Brandschutzsanierung light begonnen. Dazu wurden die Deckenverkleidungen abgenommen und an den Aufgängen Rauchschürzen installiert, die im Brandfall die Fluchtwege vor Verrauchung schützen sollten.

Kurz vor der Vollendung kam der Stopp: die Brandschutzvorschriften haben sich verschärft und die Rauchschürzen waren so nicht mehr abnahmefähig. Ein neues Konzept musste her. Und das muss erst einmal erarbeitet und genehmigt werden. gab es quasi einen Neustart.

S-Bahnhof Isartor

Der S-Bahnhof Isartor im Zustand vom 8. . Foto: Marcus Bölt

In Sachen wurde nun auch geklotzt und nicht gekleckert. In jahrelanger Nachtarbeit und etlichen Einschränkungen des S--Verkehrs in den Abendstunden und teilweise auch am Wochenende, wurde sämtliche Abgänge eingehaust und mit automatisch schließenden Brandschutztüren versehen. Die Aufhängung der Oberleitung musste verändert werden um Platz für Entrauchungsanlagen zu schaffen, die Strom-, Daten- und Lautsprecherkabel erneuert und nach den aktuellen Standards verlegt. Zusätzlich hat man die Lautsprecheranlagen modernisiert.

Die Brandschutzsanierung ist noch nicht einmal abgeschlossen, da kam eine neue Ansage aus Berlin: alle Tunnelbahnhöfe sollen modernisiert und aufgehübscht werden. Zumindest in Sachen Brandschutzsanierung musste bei den alten Stammstreckenbahnhöfen nichts mehr um- oder neuplanen. Aber jetzt geht es ans Design, die Bahnsteigmöblierung und die Straßenaufgänge.

Treppenaufgang Rosenheimer Platz

, Leiterin , und , Vorsitzender der Geschäftsleitung der S- , eröffneten den Muster-Treppenaufgang an der S--Station . – Foto: DB AG

hat man mit einem Muster-Aufgang am Bahnhof begonnen, der nun endlich eröffnet werden konnte. Die Betonwände wurden mit einger Glasverkleidung versehen, die Treppe mit einer Treppenheizung nachgerüstet um im eine zu vermeiden. Der Handlauf der Treppe hat eine integrierte Beleuchtung bekommen und ein Monitor zeigt die nächsten Abfahrten oder eine Störungsinformation an. Nach diesem Muster sollen, wenn sich die Materialien bewährt haben, alle Straßenabgänge zu den Bahnhöfen umgebaut werden.

Umbau Rosenheimer Platz

Der Umbau am hat begonnen. 23. . Foto: Marcus Bölt

Und auch am Bahnsteig hat man am bereits mit dem Umbau begonnen. Am östlichen Ende wurden bereits die ersten Säulen neu verkleidet und die ersten Sitzmöbel montiert. Auch einen Blick auf die zukünftige Deckenverkleidung kann man hier werfen.

Der große Umbau soll beginnen, daher bleibt zu vermuten, dass auch dieser kleine Umbau am zu Testzwecken dient. Wenn die Bauarbeiten dann voraussichtlich ein Ende nehmen, erstrahlen nach 13 Jahren die Bahnhöfe endlich wieder in einem neuen Glanz und sind es wieder würdig, die zu repräsentieren.

Visualisierung Isartor

Visualisierung des Bahnhofs Isartor. Foto: DB AG

Fehlende Ersatzteile: S-Bahn München hat Fahrzeugengpaß

S-Bahn Markt Altomünster

S- “Markt Altomünster”. Foto: Marcus Bölt

Wegen Lieferverzögerungen bei Ersatzteilen müssen sich die S-- in auf ausfallende und kürzere Züge während der Pfingstferien einstellen. So teilt es die Deutsche Bahn mit.

Es wird spannend, wie in den nächsten zwei Wochen der Betrieb aussehen wird. Ausfallende und verkürzte Züge sind seit Monaten an der Tagesordnung. Wenn man sich nun zu einer Pressemitteilung veranlasst sieht, scheint sich das noch einmal zu verschärfen.

zum aktuellen Betrieb bietet die S- über den als Newsletter, auf Twitter und auf ihrer Homepage.

Person im Gleis: Augsburger bekommt nach Wiesn-Besuch Geldauflage

S-Bahn Markt Altomünster

S- “Markt Altomünster”. Foto: Marcus Bölt

Diesen -Besuch wird ein Augsburger nie wieder vergessen. Am Abend es 30. Septembers wurde er von der im Gleisbereich um die Münchner Hackerbrücke und den Hauptbahnhof aufgegriffen. Mit über 2 Promille war er in Motorik und im Sprachgebrauch eingeschränkt.

Nun musste er sich vor für den gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr verantworten. Wie er in den Gleisbereich gekommen ist, fehlt in seiner Erinnerung. Die Forderung der Staatsanwaltschaft schockierte den Mann: 50 Tagessätze zu je 55 Euro wurden als Strafe gefordert. Das bot an, das Verfahren gegen eine Geldauflage von 800 Euro für eine Augsburger Sozialeinrichtung einzustellen. Der Augsburger, der sein Verhalten bereute, akzeptierte das Angebot.

Insgesamt kam es durch seinen verbotenen Ausflug zu einer Sperrung des S--Verkehrs von rund 30 Minuten, mitten im Abtransport der -Besucher. Ob die Deutsche noch wegen Schadensersatz klagen wird, ist bisher nicht bekannt.

Zweite Stammstrecke: München Hbf Bahnhofplatz muss umgeplant werden

S-Bahn am Isartor

am Isartor in Münchens erster . Foto: Marcus Bölt

Die zweite ist ein wichtiges in . Sie soll die bisherige ergänzen und damit die Kapazitäten im -Netz erhöhen. Bis zum Spatenstich gab es viel Streit, viele Umplanungen und ein Ringen um die Finanzierung. Bis jetzt ist dieses Mammutbauprojekt umstritten.

Wie nun bekannt wurde, muss die Deutsche erneut umplanen. Die Ausschreibung der Bauleistungen für die Station Bahnhofplatz hat in der geplanten Form keine Baufirma gefunden, die diese Leistungen ausführen kann. Als Grund wird genannt, dass die Station unterhalb der bestehenden -Station Hauptbahnhof unten der Linien U1, U2, U7 und U8 erstellt werden sollte.

Die Deutsche hat die Station nach Westen verschoben und die Unterlagen beim (EBA) zur Genehmigung eingereicht. Ob diese Umplanung eine Verzögerung in der Fertigstellung (geplant ist ) verursacht und der Kostenrahmen von 3,849 Milliarden Euro eingehalten wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Information zur zweiten Stammstrecke

Erster Schnee – warum die Bahn Störungen hat

Kaum fällt der erste , schon kommt die zu spät – das ist so sicher wie das Amen in der .

So oder so ähnlich hört man es von Bahnkunden, allen voran den Pendlern. Und tatsächlich hat es den Anschein, als gebe es einen Zusammenhang zwischen dem und einem Bahnchaos. Nun, einen Zusammenhang gibt es tatsächlich.

Allerdings so extrem, wie man es oft zu hören bekommt oder in den Zeitungen liest, ist es auch wieder nicht. Bei tiefsten Temperaturen rollt der Verkehr zuverlässig. Aber und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt – das ist Gift für den Bahnbetrieb. Woran liegt das?

Die meisten Störungen durch Wintereinflüsse tauchen bei den Weichen auf. Das liegt in den seltensten Fällen an einer schlechten oder defekten Heizung der Weichenmechanik. Es sind , die einen Umlauf der blockieren und damit die auslösen.

Regionalzug in Salzburg Hbf mit vereistem Unterbau.

Die , deren Aufgabe lediglich die Verhinderung von und das Freihalten von ist, ist mit diesen überfordert. Wer bei sich zuhause einen Eiswürfel aus dem Gefrierfach nimmt sieht ja, wie lange es dauert, bis dieser geschmolzen ist. Der kann also nur durch einen aus der entfernt werden.

Doch woher kommen die ? Sie stammen vom . Der sammelt bei seiner Fahrt den , entweder durch den selbst oder er wirbelt ihn aus dem Gleis auf. Durch den Fahrtwind gefriert der an die Frontfläche und die Unterseite des Zuges. Jeder weitere Schneeflug sammelt sich am vorhanden zu richtig großen Brocken zusammen.

Je größer der wird, desto schwerer wird er. Irgendwann ist er so schwer, dass er sich vom löst – und wenn man Pech hat in die . Neben dem Gewicht gibt es noch weitere Faktoren, die dafür sorgen, dass sich ein vom lösen kann.

am Regionalzugwagen. Noch hält er.

Zum Einen sind es Eisenbahntunnels, insbesondere längere Tunnelstrecken mit Bahnhöfen, wie man sie bei -Systemen häufig findet. Im hat es Temperaturen über dem Gefrierpunkt, die das langsam antauen. Der Brocken fällt damit irgendwann ab – aber mit Pech wieder in einer . Zum Anderen sind es die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Auch hier beginnt der zu schmelzen und fällt irgendwann ab.

Wirklich etwas dagegen tun kann die nicht. Es sind die Gesetze der Physik, die hier die Störungen verursachen. Und diesen Gesetzen sind wir alle unterworfen – ob wir möchten oder nicht. Es hilft auch nichts, auf die zu schimpfen – als Fahrgast kann man eh nichts machen. Außer vielleicht ruhig zu bleiben – ist besser für den Blutdruck – und das Beste daraus zu machen: einen Kaffee trinken und durchatmen. Denn diese Weichenstörungen werden bleiben, solange es und gibt.

Mit der S-Bahn nach Augsburg – Aktion zum Welt-Aids-Tag

Alljährlich sammelt die mit einem am für die Münchner Aidshilfe. Während man in den letzten Jahren am 1. mit einem speziell für diesen Tag beklebten der aktuellen Baureihe 423 auf der zwischen Pasing und Ostbahnhof pendelte, hat man sich für dieses Jahr etwas Neues ausgedacht. Ein Fahrt nach .

Ein der Baureihe 420 fährt Richtung . Foto: Marcus Bölt

Ein Sonderzug mit der Baureihe 420, der ersten -Baureihe Münchens, startet am 2. die Fahrt am Münchner Ostbahnhof. Von dort wird die durchfahren, über den Nord- und den Südring geht es dann nach . In besteht dann die Möglichkeit, den zu besuchen, bevor es nach 2 Stunden wieder zurück nach geht.

Die Mitfahrt kostet 15 Euro. Fahrkarten können ausschließlich im erworben werden. Los geht es um 12.59 Uhr am Ostbahnhof, Gleis 3. Während der Fahrt stehen Heißgetränke, Plätzchen und Kuchen zur Verfügung. Sämtliche Einnahmen werden an die Münchner Aidshilfe gespendet.

Ich finde, das ist ein feiner der Deutschen und deren Mitarbeiter. Mitfahrt erwünscht!

Linientausch im Osten – ab Dezember S6 nach Ebersberg

“Markt Altomünster”. Foto: Marcus Bölt

Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft mitteilt, werden zum Fahrplanwechsel im die und die ihre Rollen auf dem Ostast tauschen. Die wird ganztägig die Strecke bis bedienen, die übernimmt die Taktverdichtung zum Schülerverkehr und in der Hauptverkehrszeit.

Der Tausch soll den Betrieb stabilisieren und damit für mehr Pünktlichkeit sorgen. Durch die Taktverschiebungen um 10 Minuten auf die ergibt sich zwischen und Bahnhof zusammen mit dem Filzenexpress einen nahezu sauberen 20-Minuten-Takt.

werden sich ab aber nicht nur an neue Taktzeiten bei der gewöhnen müssen, der hat angekündigt, die Busfahrpläne an die neuen Zeiten der anzupassen.