Beherrsche ICT!

Die Insulinpumpe begleitet mich seit 2013.

Seit über vier Jahren werde ich über eine Insulinpumpe versorgt. Jetzt ist mir etwas passiert, was mir noch nie passiert ist: mir ging mein Pumpenzubehör aus. Genauer gesagt: die Ampullen, in die ich das Insulin aufziehen muss. Ein Katastrophenfall!

Wie konnte das geschehen? Nun, es ist die Bequemlichkeit. Von November 2016 ab konnte ich beim Diabetesversand meines Vertrauens einfach eine Bestellung aufgeben. Die Krankenkasse hat den Bezug meines Bedarfs über den Diabetesversand für 12 Monate genehmigt – 1584,87 €. Das bedeutet: ich brauchte für die 12 Monate auch keine Rezepte mehr.

Jetzt ist der bewilligte Zeitraum zu Ende Oktober abgelaufen. Ich brauchte aber erst einmal nichts, ich war noch genügend versorgt. Allerdings wartete ich zu lange. Denn zuerste einmal brauchte ich wieder Rezepte, die ich beim Diabetesversand einreiche. Der Diabetesversand holt sich dann die Genehmigung durch die Krankenkasse und kann mich erst dann belieferen. Und die Zeit, die das Dauert, habe ich schlichtweg unterschätzt.

Und es kam, wie es kommen musste: ich konnte meine Pumpe nicht mehr mit Insulin befüllen. Also was tun?

Zurück zu ICT

Das einzige, was man tun kann: zurück zur intensivierten Insulintherapie, ICT abgekürzt. Während mich die Pumpe laufend mit meiner Basaldosis versorgt hat, benötigte ich nun wieder ein zweites, langzeitwirkendes Insulin. Aber wie wird es dosiert? Anstatt laufender Injektionen alle paar Minuten durch die Pumpe, wird es nur zweimal täglich von mir gespritzt. Anhand eines komplett anderen Wirkprofils kommt es ja nicht nur auf die Dosis, sondern auch auf den richtigen Zeitpunkt an.

Die Insulininjektionen von Levemir wurden wieder für eine Woche Alltag.

Gut, dass ich mir in diesen vier Jahren selbst zweimal eine Pumpenpause verordnet habe. Was eigentlich ein Problem mit sich ständig lösenden Kathetern im Hochsommer war, hat sich hier als echter Glücksfall entwickelt. Zum Einen, habe ich mein Wissen und Können von ICT wieder aufgefrischt, zum Anderen kannte ich damit die ungefährere Dosis und den Injektionszeitpunkt. Außerdem hatte ich noch Levemir, das langzeitwirkende Insulin, zuhause im Kühlschrank.

So konnte ich problemlos die knapp eine Woche, die es dauerte bis ich meine Insulinpumpe wieder in Betrieb nehmen konnte, ohne Probleme überstehen. Meine Blutzuckerwerte haben im Großen und Ganzen gepasst und sind nur in den Umstellungszeiten relevant abgewichen. Alles nochmal gut gegangen.

Die Moral von der Geschichte: es ist immer gut, beide Insuline im Haus zu haben – und das in Penpatronen, um jederzeit umstellen zu können. Außerdem waren die jeweils vierwöchigen Pumpenpausen sehr hilfreich, da ich dadurch meine Injektionsdosen gut kannte. Wenn heute etwas sein sollte – wieder meine eigene Schusseligkeit oder ein Defekt der Insulinpumpe – kann ich jederzeit und sicher meine Insulintherapie fortführen.

Media Monday #332

 

1. Normalerweise kann ich dem Thema/Genre Science Fiction und Aliens ja immer etwas abgewinnen, aber mit der Alien-Reihe kann ich so überhaupt nichts anfangen.

2. ____ ist wirklich so ein Film/Buch, den/das jede/r mal gesehen/gelesen haben sollte, schließlich ____ . Mir fallen da gerade so viele Filme ein, ich kann mich da überhaupt nicht entscheiden. Das gibt eher eine ganze Liste.

3. Nach dem horrorfilmlastigen Oktober freue ich mich nun im November auf ruhige, gemütliche Abende zuhause auf der Couch.

4. Haven habe ich als Serie ja voll für mich entdeckt, schließlich ist sie ein bisschen Krimi und ein bisschen Mystery. Aber nicht zu sehr Mystery, also eigentlich genau richtig für mich.

5. Indie-Filme – oder auch Indie-Bücher – sind immer mal eine nette Abwechslung.

6. Würde man mich zu einer gepflegten Brett- und/oder Kartenspiel-Partie überreden wollen, würde ich sehr gerne wieder einmal Die Siedler von Catan spielen.

7. Zuletzt habe ich viel zuhause auf der Couch verbracht und das war auch mal ganz schön, weil jetzt eh wieder die dunkle, kalte Zeit ist. Da ist es zuhause doch viel gemütlicher.

Der Media Monday wird wöchentlich vom Medienjournal Blog ausgerichtet. Heute war es Ausgabe 332.

Mit Philips Hue Ambilight TV nachrüsten

Hintergrund

Von den Ambilight-Fernsehern von Philips habt Ihr sicher schon gehört. Fernseher, die eine Beleuchtung für die Hintergrundumgebung eingebaut haben, die in Abhängigkeit des Bildes ihre Farbe ändert. Der Vorteil einer solchen Beleuchtung ist die Schonung der Augen, wenn der Fernseher die einzige Lichtquelle ist. Aber auch sonst ist es durchaus eine nette Spielerei. Weiterlesen

Liebe Bundesregierung,

es ist ja ganz nett, dass Ihr den Automobilbauer helfen wollt, es hängen ja wirklich eine nicht unbedeutende Zahl von Arbeitsplätzen dran. Aber Eure Maßnahmen sind ja wohl ein Witz.

Was soll es denn bringen, für zwei Jahre die KFZ-Steuer zu erlassen? Die 100 EUR pro Jahr sind doch durch den Gesundheitsfonds schon als Mehrbelastung da. Und ausserdem bringen die 200 EUR Gesamtsumme auch nicht das Geld in die Tasche der Bürger, dass sie sich ein neues Auto leisten könnten. Ziel Eurer Politik müsste es doch sein, dass die Gesellschaft wieder Geld zur Verfügung hat, das man ausgeben kann. Das würde dann auch nicht nur den Autobauern helfen.

Ich brauche doch nur meine Entgeltabrechnungen von Oktober 1998 mit Oktober 2008 vergleichen. Trotz einer normalen Steigerung des Bruttoeinkommens ist das Nettoeinkommen gesunken. Ich habe also heute weniger in der Tasche als vor 10 Jahren, obwohl hier mehrere Tarifrunden und Aufstiege in den Entgeltgruppen erfolgt sind. Die Steuer– und Sozialversicherungsabgaben sind so exorbitant gestiegen, dass man einfach kein Geld mehr für Konsum hat. Und deswegen empfindet der Bürger auch die Teuerung der Waren stärker, als sie tatsächlich stattfindet.
Ihr, liebe Bundesregierung, solltet Euch mal ernsthaft Gedanken darüber machen, wie man die Bürger entlasten kann. Kein Hin- und Hergeplänkel zwischen den Parteien, hier müssen alle an einem Strang ziehen, die Regierungskoalition wie auch die Opposition. Es kann auch nur im Interesse des Staates sein, dass der Konsum wieder angekurbelt wird. Mehr Konsum bedeutet mehr Arbeitsplätze bedeutet mehr Steuereinnahmen. Eigentlich sollte man dieses Wissen von Politikern in der Bundespolitik erwarten können. Aber wenn man Euer Tun anschaut, dann erwartet man wohl zuviel von Euch.

Entlastung muss Euer höchstes Ziel sein. Wenn Ihr so weitermacht wie bisher, dann spielt Ihr damit nur den populistischen und extremen Parteien den Ball zu, das derzeitige Erstarken der Parteien am linken und teilweise auch am rechten Rand brauchen wohl keine weitere Beweisführung. Die Entlastung muss auch im Gesamtergebnis gemessen werden. Denn die derzeitige “Entlastung” durch Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags wird ja durch die Steigerung der Abgaben für den Gesundheitsfonds wieder aufgefressen.

Liebe Bundesregierung, nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Hütet Euch davor, Euch in Wahlkampftaktiken zu verstricken und auf der Stelle zu treten. Ihr müsst mit wirksamen Maßnahmen jetzt aktiv werden. JETZT!

 

Hausierende Handwerker

Jeder Hausbesitzer kennt das: es klingelt an der Tür, man macht auf und davor steht ein Handwerker der einem sogleich verkündet: “Grüß Gott, wir machen hier in der Gegend bei Familie XYZ die Fenster neu. Wir haben gesehen, dass Sie auch noch alte Fenster haben, sollen wir die denn gleich mitmachen?

Meine Standardantwort “Ich werde sicherlich nicht bei einem hausierenden Handwerksbetrieb meine Arbeiten beauftragen. Wenn ich etwas machen will, dann komme ich zu Ihnen.” fällt manchesmal schon auch etwas deftiger aus “Hallo? Schonmal auf die Uhr geschaut? Es ist fast 21 Uhr! Ich habe jetzt Feierabend und möchte mich entspannen!“. Wenn sich Familie XYZ die Fenster neu machen lässt, ist das dann ein Grund gleich die ganze Nachbarschaft zu nerven? Die Lieblingszeit der Hausierer ist unter der Woche zwischen 19 und 21 Uhr oder auch am Samstag Mittag um 12 Uhr, wenn man beim Essen sitzt. Zu dieser Uhrzeit läuten noch nicht mal Jehovas Zeugen.

Familie XYZ – wer ist überhaupt Familie XYZ? Hab ich noch nie gehört von denen, sind die neu zugezogen? Haben hier ein Haus gekauft und dann noch Geld übrig um die Fenster machen zu lassen. Nicht nur die Fenster, auch die Türen, der Fassadenanstrich, die Heizung, der Balkon, das Dach und das Badezimmer wird neu gemacht. Seltsam, dass ich noch nie etwas von Familie XYZ gehört habe, wenn sich so reiche Leute in unser Dorf verirren, dann hätte man das doch mitkriegen müssen in diesem 5000-Seelen-Dorf.

Nun hat sie wieder begonnen, die Zeit der modernen Unsitte. Jetzt wird es wieder bis Oktober so gehen, dass beinahe im Wochenrhythmus eine Firma nach der Anderen zum Klingelputzen gehen wird. Und jede Firma, die bei uns ungefragt klingelt, wird bei mir auf einer schwarzen Liste notiert – diese Firmen bekommen niemals einen Auftrag von mir. Denn wenn ich einen Auftrag vergeben will, dann suche ich den Handwerksbetrieb – nicht der Handwerksbetrieb mich.