Mord im Orient Express (2017)

Der exzentrische Privatdetektiv Hercule Poirot, der Beste seines Fachs, wird zur Aufklärung eines Falls nach London berufen. Der Direktor des Orient Express’, Monsieur Bouc, bringt den Detektiv in dem eigentlich schon ausgebuchten unter. Nach der Abfahrt in Istanbul zieht ein auf und in der Nacht in den Bergen entgeht der nur knapp einer Lawinenkatastrophe. Allerdings ist dadurch die Weiterfahrt erst einmal nicht möglich.

Am Morgen wird ein abscheulicher entdeckt. Das Opfer ist der Amerikaner Mr. Ratchett, ein Geschäftsmann, der mit seinen Angestellten im unterwegs ist. Direktor Bouc bittet nun den Detektiv Poirot Ermittlungen aufzunehmen und den Mörder zu überführen. Denn der Mörder ist noch unter den Passagieren und eine Fluchtmöglichkeit an diesem Teil der Strecke nicht vorhanden.

Mein Fazit

Hochkarätig besetzt geben sie die Stars sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Alle sind Meister ihrer Künste und bringen diese gekonnt mit einer Leichtigkeit auf die Leinwand. Wenn nur Regisseur und Hauptdarsteller Kenneth Branagh nicht soviel die Selbstdarstellung des Detektivs Poirot Wert gelegt hätte. Ob er sich damit nicht selbst besonders hervorheben mochte? Ein wenig mehr Darstellung der Ermittlungsarbeit und etwas weniger von Poirots Marotten hätte dem jedenfalls gut getan.

Bildlich hat der Trailer mehr versprochen, die Kameraführung während der Zugfahrt erinnerte mehr an ein Schiff im tosenden Sturm. Für eine Zugfahrt definitiv zuviel Gewackel und auch die Darsteller hatten hierfür einen zu festen Stand. Die Bilder des fahrenden Zugs durch die Berglandschaft erkennt man als das, was sie sind: Computer Generated Imagery. Ton, Geschwindigkeit des Zuges und die Landschaft passen so nicht wirklich zusammen.

Dennoch halte ich den für ein sehr gelungenes Werk. Er verspricht und hält die Spannung vom Beginn bis zum Ende. Keine große , sondern der klassische , der in der heutigen doch eher selten geworden ist. Gute Unterhaltung von Agatha Christie. Und die Fortsetzung wird auch noch angekündigt: Hercule Porot wird nach Ägypten gerufen, wo ein auf dem Nil aufgeklärt werden muss.

Media Monday #332

 

1. Normalerweise kann ich dem Thema/Genre und Aliens ja immer etwas abgewinnen, aber mit der -Reihe kann ich so überhaupt nichts anfangen.

2. ____ ist wirklich so ein /, den/das jede/r mal gesehen/gelesen haben sollte, schließlich ____ . Mir fallen da gerade so viele Filme ein, ich kann mich da überhaupt nicht entscheiden. Das gibt eher eine ganze Liste.

3. Nach dem horrorfilmlastigen freue ich mich nun im auf ruhige, gemütliche Abende zuhause auf der .

4. habe ich als ja voll für mich entdeckt, schließlich ist sie ein bisschen und ein bisschen . Aber nicht zu sehr , also eigentlich genau richtig für mich.

5. Indie-Filme – oder auch Indie-Bücher – sind immer mal eine nette Abwechslung.

6. Würde man mich zu einer gepflegten Brett- und/oder Kartenspiel-Partie überreden wollen, würde ich sehr gerne wieder einmal spielen.

7. Zuletzt habe ich viel zuhause auf der verbracht und das war auch mal ganz schön, weil jetzt eh wieder die dunkle, kalte ist. Da ist es zuhause doch viel gemütlicher.

Der Media Monday wird wöchentlich vom Medienjournal Blog ausgerichtet. Heute war es Ausgabe 332.

Barry Seal – Only in America

Inhalt

Der Flugpilot arbeitet bei der TWA, als er eines Tages von der CIA angesprochen wird. Sie möchten ihn als Piloten für ein Aufklärungsflugzeug, mit dem er in Südamerika Fotos aus der Luft schießen soll. Barry willigt ein, hält aber für seine Familie den Anschein aufrecht, weiter für die TWA als Pilot zu arbeiten. Die Fotos, die er der CIA liefert, sind so gut und gestochen scharf, dass sie Barry weitere Jobs anbietet, wie den Austausch von mit korrupten Regierungen.

Doch Abseits der CIA wird auch ein kolumbianisches Drogenkartell auf Barry und seine Flüge aufmerksam. Und so machen die Drogenbosse ihm ein Angebot: Barry soll mit seinem Flugzeug von einem Feldweg aus starten und Drogen in die schmuggeln. Er lässt sich darauf ein und verwickelt sich immer tiefer in die nicht ganz legalen Operationen der CIA und immer tiefer in den Drogenschmuggel. Bis eines Tages die Blase zusammenbricht und die Generalstaatsanwältin Ermittlungen gegen Barry aufnimmt.

Trailer

Mein Fazit

Wie ich bereits vorher  befürchtet habe, spielt Tom Cruise wieder einmal das einzige, was er spielen kann: sich selbst. Es fällt leider auch schwer in dem darüber hinweg zu sehen, zu sehr ist der Stempel Cruise der Rolle aufgedrückt worden. Mir würden mit Colin Farrell, Jake Gyllenhaal, James McAvoy oder Theo James auf Anhieb vier Namen einfallen, die für die Rolle besser geeignet wären und einen einmaligen, unverwechselbaren Charakter gegeben hätten.

Nunja, so ist es halt jetzt. Der beruht auf wahren Begebenheiten und zeigt deutlich, wie sehr sich Amerika ins Weltgeschehen einmischt. Und zwar dort, wo sie eigentlich auch nichts zu suchen haben. Schön ist die Ich-Erzählung, die als durch -Memoiren angelegt ist. Das nimmt den Zuschauer mit auf die Reise des , vom Linienflugpiloten über den Waffen- und Drogenschmuggler bis hin zum fallen gelassenen und verfolgten auf der Flucht.

Alles in allem ein netter , spannend, humorvoll und aufklärend. Wenn da nur nicht der Hauptdarsteller so nerven würde.

Baby Driver

Inhalt

(C) Sony Pictures Releasing GmbH

Der Baby hat ein herausragendes Talent: er hat Autos auch in Extremsituationen vollkommen unter Kontrolle. Kein Wunder, dass der Gangsterboss Doc ihn bei jedem seiner Raubzüge dabei haben will. Doc stellt für jeden Bankraub ein neues Team zusammen, lediglich Baby ist eine feste Konstante. Und der Junge kann wirklich gut fahren, aber immer nur unter einer Bedingung: er braucht seine auf den Ohren, die minutiös auf die Aktionen abgestimmt sind. Kommt es zu einer Verzögerung, muss er seine Songs neu starten.

Eines Tages lernt Baby er die Kellnerin Deborah kennen. Deborah bedient in dem Diner, in welchem Babys Mutter früher gearbeitet hat und in das er immer noch jeden Tag geht. Baby und Deborah verlieben sich in einander und so beschließt er, mit dem fahren von Fluchtautos aufzuhören. Allerdings hat Baby die Rechnung ohne Doc gemacht, der ihn nicht so einfach gehen lassen will.

Trailer

Mein Fazit

Der hat alles, was ein guter braucht. , Witz, Romanze, Spannung, Dramatik. Für mich gehört der jetzt schon zu den besten des Kinojahres. Abgesehen davon, dass der Titel nicht wirklich originell, spannend und interessant klingt, kann ich wirklich nichts schlechtes finden.

Ansel Elgort begeistert mich ein weiteres Mal mit seiner Schauspielkunst. Der Junge wirkt jetzt schon so souverän und erfahren, dass man da wirklich viele große Werke erwarten kann. Kevin Spacey, den wir aus House of Cards gut kennen, brilliert als Gangsterboss und ist mit Elgort im perfekten Zusammenspiel. Da werden die anderen Figuren nur zum Nebendarsteller.

Die Storyline ist zwar an wenigen Stellen vorhersehbar, punktet dafür an anderer Stelle mit Überraschungen. Definitiv kann man Geschichte und als sehr gelungen mit nahezu perfekter Besetzung bezeichnen. Und mit einem Hammer-Soundtrack.

Maria Mafiosi

Inhalt

(C) Universum/24 Bilder

Maria Moosandl ist Polizistin in Landsberg am Lech und mittlerweile unübersehbar schwanger. Bisher hat sie noch niemanden verraten, dass der Vater Rocco Pacelli ist. Maria und Rocco treffen sich bisher immer heimlich, denn Rocco ist schon von Kind auf Donatella versprochen.

Aber nicht nur das ist ein Problem. Roccos Vater verkauft im Auftrag der italienischen Mafia Drogen im beschaulichen Landsberg und schreckt dafür auch vor nicht zurück. Als genau ein solcher passiert, muss Maria Ermittlungen gegen ihren Schwiegervater in Spe und gegen ihrem geliebten Rocco aufnehmen.

Trailer

Mein Fazit

Ich habe selten soviel gelacht, wie bei der Vorstellung dieses Films. Das Regiedebüt von Jule Ronstedt ist leichte, humorige Unterhaltung für die ganze Familie. Kein wird ausgelassen, nichts wird bis zur Absurdität übertrieben. Die Verwicklungen und Spannungen zwischen Schwangerschaft, Mafiafamilie und Polizeidienst werden von Lisa Potthoff bravourös auf die Leinwand gespielt.

Es ist der Lokalkolorit und die Leichtigkeit, die Maria Mafiosi zu einem Highlight macht. Während die Eberhofer-Krimis ihren Humor aus dem Hauptcharakter ziehen, ist es hier die Handlung, die mit Familienproblemen auch die Wirklichkeit einbezieht. Humor für jedermann.

Hinweis: Ich habe den vor vier Monaten in einem Probescreening gesehen und beziehe mich mit einem Beitrag darauf. Etwaige Änderungen am sind deshalb nicht berücksichtigt.

Abgang mit Stil

Inhalt

(C) Warner Bros. Entertainment

Die drei Rentner Joe, Willie und Albert bekommen schon seit Monaten keine Pensionszahlung mehr von ihrem früheren Arbeitgeber. Bei einer Versammlung von Arbeitern und Pensionären der Firma wird ihnen eröffnet, dass eine Übernahme durch einen Großkonzern stattgefunden hat und die Firma geschlossen wird.

Als Joe seinen Bankberater besucht, wird er Zeuge eines minutiös durchgeplanten Bankraub. Zusammen mit seinen Freunden Willie und Albert beschließt er, ebenfalls die Bank zu überfallen und sich sein dadurch zurück zu holen. Doch ein erster Test, einen Supermarkt unbemerkt zu beklauen, schlägt fehl und sie holen sich Hilfe aus dem kriminellen Milieu.

Trailer

https://www.youtube.com/watch?v=gbEYUfiJ9Pk

Mein Fazit

Das von Die Rentnergang kommt als leichte daher, die erst einmal alle Klischees des Alters bedient. Vom zweiten Frühling, über den geistig vertrottelten Alten bis zum bestehend aus Kuchen und Wohltätigkeit ist alles dabei. Dank der schauspielerischen Profis kommt es nicht nur überzeugend rüber, es schafft auch Platz für den nötigen Witz.

Die drei rüstigen Rentner zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören, scherzen aber dennoch mit ihrem Alter rum. Sie sind so ausgebufft, dass sie einen nahezu wasserdichten Plan haben und die an der Nase herum führen. Ganz hervorragend. Kein Meisterwerk, aber gute Unterhaltung und empfehlenswert, wenn man auf steht.

Free Fire

Inhalt

(C) Splendid / 24 Bilder

Ende der 1970er vermittelt die Zwischenhändlerin Justine einen Waffenhandel für eine Gang aus Irland. Der Deal findet in der Heimat des Verkäufers, den statt. In einer alten Fabrikhalle soll die Übergabe stattfinden. Natürlich sind sowohl die Käufer als auch die Verkäufer mit einer gewissen Anzahl von Personen dabei. Gegenseitiges Misstrauen ist allgegenwärtig.

Nach anfänglicher Irritation, kommt der Deal schließlich zum Abschluß – fast. Am Vorabend sind ein Handlanger der Verkäufer und einer der Käufer in einer Bar aneinander geraten. Und sofort keimt der Konflikt wieder auf. Der Waffendeal ist damit nicht nur geplatzt, die beiden Lager gehen nun aufeinander los.

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