Ein Jahr schneller Re­gio­nal­ex­press Sonneberg – Nürnberg über die Neu­bau­stre­cke: Angebot wird gut an­ge­nom­men

29. November 2018 0 Von Marcus
Fahr­plan­wech­sel am 9. : Mehr Züge zwischen und Nürnberg / Nürnberg –  – Jena fährt erstmals bis / Mehr Di­rekt­ver­bin­dun­gen zwischen Fran­ken­wald-Region und Nürnberg / Be­schleu­ni­gung Main-Saale-Express Hof –  Bamberg / Fern­ver­kehr hält öfter in Bamberg und .

Ein Jahr nach der In­be­trieb­nah­me der Schnell­fahr­stre­cke –Erfurt werden Nah- und Fern­ver­kehr im Dezember weiter ausgebaut. Im Rahmen einer ge­mein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz mit DB Regio und DB Fern­ver­kehr zog die Baye­ri­sche Ei­sen­­ge­sell­schaft (BEG), die den Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr (SPNV) in Bayern plant, fi­nan­ziert und kon­trol­liert, Bilanz und stellte Details zum neuen Fahrplan in Ober­fran­ken ab 9. Dezember 2018 vor:

Der schnelle Re­gio­nal­ex­press zwischen Coburg und Bamberg wird durch ein zehntes Nonstop-Zugpaar ergänzt und noch stärker auf die Kun­den­wün­sche in der Region aus­ge­rich­tet. Die Fran­ken­wald­bahn durch den Landkreis Kronach erfährt eine Auf­wer­tung durch einen zwei­stünd­lich durch­ge­hen­den Re­gio­nal­ex­press Nürnberg – Lich­ten­fels – Jena – Leipzig. Richtung Süden bekommt die Region Kronach/ erstmals stünd­li­che Di­rekt­ver­bin­dun­gen in den Ver­dich­tungs­raum Nürnberg/Fürth/Erlangen.

„Nach einem Jahr ist das Ver­kehrs­pro­jekt Deutsche Einheit (VDE Projekt Nr.8) aus dem Bahn­an­ge­bot des Bayern-Takts im nörd­li­chen Franken nicht mehr weg­zu­den­ken“, erklärte BEG-Pla­nungs­chef Florian Liese. Nicht nur ICE-Reisende pro­fi­tier­ten von äußerst schnellen Ver­bin­dun­gen. Auch Nah­ver­kehrs­kun­den entlang der nach­fra­ge­stärks­ten nord­baye­ri­schen Achse Nürnberg – Bamberg – Coburg sind seitdem häufiger und schneller mit dem Franken-Thüringen-Express (FTX) unterwegs. „Unser neues Top-Angebot, der schnelle Re­gio­nal­ex­press zwischen Nürnberg und Sonneberg über die Neu­bau­stre­cke , fährt im Zwei­stun­den­takt mit einer halben Stunde Fahr­zeit­ver­kür­zung gegenüber der Strecke über Lich­ten­fels“, so Liese. „Während sich Re­gio­nal­ex­press und ICE in Franken zu einem guten Ge­samt­kon­zept ergänzen, fehlt leider ein ver­gleich­ba­rer Standard Richtung Erfurt. Hier muss in den nächsten Jahren noch nach­ge­steu­ert werden, um auch von Coburg in Richtung Norden ein ver­tak­te­tes  Ver­kehrs­an­ge­bot zu erreichen.“

„Über 6000 Reisende nutzen die neuen Dop­pel­stock­zü­ge im Zwei­stun­den­takt zwischen Nürnberg und Sonneberg an einem durch­schnitt­li­chen Werktag“, hat Gerd Schörner, DB Regio-Ver­kehrs­ver­trags­ma­na­ger, ermittelt. „Schon über 1000 fahren jeden Tag allein zwischen Coburg und Bamberg über die Schnell­fahr­stre­cke, wo der Re­gio­nal­ex­press noch am Anfang einer mehr­jäh­ri­gen Hoch­lauf­pha­se zu sehen ist.“ Durch­ge­hend Tempo 160 km/h, die Be­schleu­ni­gung auf nur noch 70 Minuten Reisezeit zwischen Coburg und Nürnberg, die guten An­schlüs­se zwischen Fern- und Nah­ver­kehr in Nürnberg, Bamberg und Coburg kommen bei den Fahr­gäs­ten sehr gut an. Trotz komplexer Rah­men­be­din­gun­gen – erstmals in Deutsch­land fahren die Nah­ver­kehrs­zü­ge zwischen Brei­ten­güß­bach und Coburg mit dem eu­ro­päi­schen Zug­si­che­rungs­sys­tem ETCS ohne ortsfeste Signale nur auf „elek­tro­ni­sche Sicht“ – erreichen die Züge eine Pünkt­lich­keit von über 93 Prozent.

Aus­wei­tung des Fern­ver­kehrs­an­ge­bots
Auch DB Fern­ver­kehr ist ein Jahr nach dem Start des neuen ICE-Konzepts München – Berlin mit der Ent­wick­lung sehr zufrieden. Ein DB-Vertreter er­läu­ter­te: „Die Nachfrage auf dieser Linie liegt über unseren Er­war­tun­gen. Durch­schnitt­lich nutzen mehr als 300 Reisende täglich die in Coburg haltenden ICE-Züge.“ Ab 9. Dezember bietet die DB für Coburg neu ICE-Fahrten auch sams­tag­mor­gens und -abends aus München nach Berlin an. Freitags und samstags fahren die ICE-Züge dabei sogar um­stei­ge­frei bis zur Ost­see­küs­te. Ab Ende 2019 plant die DB eine Aus­wei­tung der ICE-Halte in Coburg auf insgesamt über 50 ICE-Halte pro Woche – rund 40 % mehr als heute. Für die Region Ober­fran­ken hat sich Bamberg als wichtiger ICE-Halt etabliert. Ab Fahr­plan­wech­sel werden dort 5 weitere ICE-Halte am Tag und damit de facto ein ICE-Stun­den­takt nach Berlin und München rea­li­siert. Im Saaletal wird der via Kronach und Lich­ten­fels fahrende Intercity Leipzig-Karlsruhe und retour im Fahrplan 2019 auf neue moderne Intercity 2-Züge um­ge­stellt.

Neue ICE-Halte gut vernetzt
Von den neuen ICE-Halten in Bamberg pro­fi­tiert die gesamte Region durch ab­ge­stimm­te Nah­ver­kehrs­an­schlüs­se zum Beispiel Richtung Schwein­furt, Forchheim, Kronach oder Hof. Auch der neue ICE Berlin – Wien ist in Coburg optimal mit dem Nah­ver­kehr Richtung Sonneberg, Bamberg und Bad Rodach verknüpft.

Bessere Anbindung für Fran­ken­wald-Region
Der Nah­ver­kehr in Richtung Mit­tel­deutsch­land wird zusammen mit Thüringen deutlich ver­bes­sert. Künftig verkehrt der Franken-Thüringen-Express zwei­stünd­lich von Nürnberg und Bamberg über Lich­ten­fels, Kronach und Jena um­stei­ge­frei bis nach Leipzig, wo ICE-Anschluss nach Berlin besteht. Die bisherige Re­gio­nal­bahn Lich­ten­fels – Saalfeld wird in diese lang­lau­fen­de Linie in­te­griert. In der anderen Stunde verkehrt der FTX von Nürnberg nach Saalfeld mit Anschluss nach Jena, Leipzig und Erfurt. Richtung Süden bekommt die Region Kronach/Saalfeld somit erstmals stünd­li­che statt bislang zwei­stünd­li­che Di­rekt­ver­bin­dun­gen in den Ver­dich­tungs­raum Nürnberg/Fürth/Erlangen. Die Fahr­zei­ten von Kronach nach Erlangen und Nürnberg verkürzen sich um bis zu 15 Minuten.

Dichterer RE-Takt Nürnberg – Bamberg
Zwischen Nürnberg und Bamberg fährt der FTX künftig montags bis freitags über weite Ta­ges­zei­ten halb­stünd­lich. Zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 11 und 20 Uhr bestehen künftig zwei Abfahrten stündlich, jeweils zur Minute 10 und zur Minute 38,  aus dem mit­tel­frän­ki­schen Ver­dich­tungs­raum Richtung Ober­fran­ken. Die Takt­ab­fahr­ten zur Minute 38 fahren grund­sätz­lich stündlich nach Saalfeld (zwei­stünd­lich weiter über Jena nach Leipzig) und führen zwei­stünd­lich al­ter­nie­ren­de Zugteile über Schwein­furt nach bzw. über Ebersdorf nach Sonneberg mit. Die Züge mit Abfahrt zur Minute 10 fahren über­wie­gend über die Schnell­fahr­stre­cke nach Coburg bzw. Sonneberg.

Schneller zwischen Hof und Bamberg
Die Re­gio­nal­ex­press-Linien Hof – Bayreuth – Nürnberg und Hof – Lich­ten­fels – Bamberg verkehren grund­sätz­lich in separaten Fahrlagen ab Hof anstelle der bisher ver­ei­nig­ten Führung bis Markt­sch­or­gast. Dadurch wird der Main-Saale-Express jede zweite Stunde fast zehn Minuten schneller zwischen Hof und Bamberg unterwegs sein. Schwar­zen­bach (Saale) und Hochstadt-Markt­zeuln (neuer Re­gio­nal­ex­press-Anschluss Richtung Leipzig) können von dieser Linie sys­te­ma­tisch zwei­stünd­lich bedient werden. Bei der zwei­stünd­lich versetzt ver­keh­ren­den RE-Linie Bayreuth/Hof – Lich­ten­fels wird Un­ter­stein­ach nach dem in­zwi­schen fort­ge­schrit­te­nen In­fra­struk­tur­aus­bau zwei­stünd­li­cher Sys­tem­halt. In Trebgast und Mainleus entfallen einzelne Halte, um den Anschluss von Bayreuth und Kulmbach Richtung Leipzig zu ge­währ­leis­ten.

Aufgrund der Vielzahl an Än­de­run­gen empfiehlt sich für Fahrgäste eine früh­zei­ti­ge In­for­ma­ti­on über die Online-Aus­kunfts­sys­te­me (www.bayern-fahrplan.de) oder das neue Bayern-Kursbuch, das im Buch­han­del oder an Fahr­kar­ten­aus­ga­ben ver­trie­ben wird.