Mit der S-Bahn nach Augsburg – Aktion zum Welt-Aids-Tag

Alljährlich sammelt die S-Bahn München mit einem Sonderzug am Welt-Aids-Tag Geld für die Münchner Aidshilfe. Während man in den letzten Jahren am 1. Dezember mit einem speziell für diesen Tag beklebten Zug der aktuellen Baureihe 423 auf der Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof pendelte, hat man sich für dieses Jahr etwas Neues ausgedacht. Ein Fahrt nach Augsburg.

Ein Zug der Baureihe 420 fährt Richtung Augsburg. Foto: Marcus Bölt

Ein Sonderzug mit der Baureihe 420, der ersten S-Bahn-Baureihe Münchens, startet am 2. Dezember 2017 die Fahrt am Münchner Ostbahnhof. Von dort wird die Stammstrecke durchfahren, über den Nord- und den Südring geht es dann nach Augsburg. In Augsburg besteht dann die Möglichkeit, den Christkindlesmarkt zu besuchen, bevor es nach 2 Stunden wieder zurück nach München geht.

Die Mitfahrt kostet 15 Euro. Fahrkarten können ausschließlich im Zug erworben werden. Los geht es um 12.59 Uhr am Ostbahnhof, Gleis 3. Während der Fahrt stehen Heißgetränke, Plätzchen und Kuchen zur Verfügung. Sämtliche Einnahmen werden an die Münchner Aidshilfe gespendet.

Ich finde, das ist ein feiner Zug der Deutschen Bahn und deren Mitarbeiter. Mitfahrt erwünscht!

Mord im Orient Express (2017)

(C) Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Der exzentrische Privatdetektiv Hercule Poirot, der Beste seines Fachs, wird zur Aufklärung eines Falls nach London berufen. Der Direktor des Orient Express’, Monsieur Bouc, bringt den Detektiv in dem eigentlich schon ausgebuchten Zug unter. Nach der Abfahrt in Istanbul zieht ein Unwetter auf und in der Nacht in den Bergen entgeht der Zug nur knapp einer Lawinenkatastrophe. Allerdings ist dadurch die Weiterfahrt erst einmal nicht möglich.

Am Morgen wird ein abscheulicher Mord entdeckt. Das Opfer ist der Amerikaner Mr. Ratchett, ein Geschäftsmann, der mit seinen Angestellten im Zug unterwegs ist. Direktor Bouc bittet nun den Detektiv Poirot Ermittlungen aufzunehmen und den Mörder zu überführen. Denn der Mörder ist noch unter den Passagieren und eine Fluchtmöglichkeit an diesem Teil der Strecke nicht vorhanden.

Mein Fazit

Hochkarätig besetzt geben sie die Stars sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Alle sind Meister ihrer Künste und bringen diese gekonnt mit einer Leichtigkeit auf die Leinwand. Wenn nur Regisseur und Hauptdarsteller Kenneth Branagh nicht soviel die Selbstdarstellung des Detektivs Poirot Wert gelegt hätte. Ob er sich damit nicht selbst besonders hervorheben mochte? Ein wenig mehr Darstellung der Ermittlungsarbeit und etwas weniger von Poirots Marotten hätte dem Film jedenfalls gut getan.

Bildlich hat der Trailer mehr versprochen, die Kameraführung während der Zugfahrt erinnerte mehr an ein Schiff im tosenden Sturm. Für eine Zugfahrt definitiv zuviel Gewackel und auch die Darsteller hatten hierfür einen zu festen Stand. Die Bilder des fahrenden Zugs durch die Berglandschaft erkennt man als das, was sie sind: Computer Generated Imagery. Ton, Geschwindigkeit des Zuges und die Landschaft passen so nicht wirklich zusammen.

Dennoch halte ich den Film für ein sehr gelungenes Werk. Er verspricht und hält die Spannung vom Beginn bis zum Ende. Keine große Action, sondern der klassische Krimi, der in der heutigen Zeit doch eher selten geworden ist. Gute Unterhaltung von Agatha Christie. Und die Fortsetzung wird auch noch angekündigt: Hercule Porot wird nach Ägypten gerufen, wo ein Tod auf dem Nil aufgeklärt werden muss.

Media Monday #335

1. Der ganze Hype, der mittlerweile auch hierzulande um den “Black Friday” gemacht wird ging mir am Allerwertesten vorbei. Hab mich noch nie an solchen Aktionen beteiligt, würde nur zuviel einkaufen.

2. Jüngster Neuzugang in meiner (Film-)Sammlung ist die unendliche Geschichte.

3. Mag Power Rangers auch als Flop gelten, finde ich ihn persönlich ziemlich großartig, schließlich ist er hervorragend gemacht und gute Jungschauspieler. Ich denke, es war einfach die falsche Zeit.

4. Chris Evans wusste in ihren/seinen jüngeren Rollen leider gar nicht zu überzeugen, denn es fehlte noch das Können und ist wohl nur als muskelbepackter Schönling gecastet worden. Aber es haben ja alle mal klein angefangen.

5. Würde Geld keine Rolle spielen, würde ich mir wahrscheinlich mein eigenes Kino wünschen, immerhin lebe ich ohnehin schon fast in einem, bei meiner Besuchshäufigkeit.

6. Orchestrale Begleitung zu einem Film ist einfach ein großartiges Erlebnis.

7. Zuletzt habe ich meinen Blog auf wordpress.com umgezogen und das war einerseits nervig, weil es nicht ganz freiwillig war, sondern mein Hoster Ärger gemacht hat. Andererseits konnte ich durch den Umzug wieder etwas ausmisten und Fehler in älteren Beiträgen korrigieren, die durch Plug-In-Änderungen entstanden sind.

Der Media Monday wird wöchentlich vom Medienjournal Blog ausgerichtet. Heute war es Ausgabe 335.

“Salvatore” Franco Campana gestorben

Franco Campana. Der Name sagt einem erst einmal nichts. Wenn man aber vom Hütchenspieler Salvatore auf dem heutigen RTL (damals RTLplus) erzählt, dann macht es bei vielen Klick. Hat man doch bei diesem Pausenfüller immer am heimischen Fernsehschirm mitgeraten, wo sich nun die Kugel oder die Karte befindet.

Wie das Medienmagazin DWDL berichtet, ist Franco Campana nun im Alter von 63 Jahren an Nierenversagen verstorben. Möge er in Frieden ruhen.

Blogparade: Meine Erfahrung mit Online-Dating

Kati von kissnapping.de hat zu einer Blogparade über die Erfahrung mit Online-Dating aufgerufen. Da möchte ich mich doch sehr gerne daran beteiligen und Euch erzählen, wie so das schwule Online-Dating aussieht.

PlanetRomeo – das schwule Einwohnermeldeamt

PlanetRomeo, früher GayRomeo, gilt als das Verzeichnis schlechthin. Es gibt wohl kaum jemanden, der hier nicht schon einmal angemeldet war. In seinem Profil kann man dort einstellen ob man Freunde, Beziehung oder die schnelle Nummer sucht. Oder auch alles. Zudem kann man sich den Online-Status entsprechend einstellen, auf welcher Suche man denn momentan ist.

Die Mehrheit scheint hier jedoch die schnelle Nummer zu suchen. Zumindest ist das die Erfahrung, die ich gemacht habe. Weder Freunde noch Bekanntschaften haben sich hier ergeben. Das Erstaunliche: lernt man über andere Wege jemanden kennen, hat derjenige auch immer ein Profil auf den blauen Seiten. Viele melden sich ab und später wieder neu an. Irgendwie geht es nicht mit PlanetRomeo – aber auch nicht ohne. Obwohl die Plattform, dank eindeutiger Profilbilder, eher wirkt wie der Otto-Katalog für den nächsten One Night Stand.

Grindr – Gays in Deinem Umkreis

Als wohl zweitgrößte Plattform gibt es Grindr. Eine App für das Smartphone, die Männer nach der Entfernung anzeigt. Auch hier ist es möglich, im Profil die Suche nach Bekanntschaften, Freunden, Beziehung oder die schnelle Nummer einzustellen. Doch das Ergebnis ist eigentlich das selbe wie bei Romeo: gesucht wird fast ausschließlich die nächste Bettgeschichte.

Sehr negativ an Grindr: es ist voll mit sogenannten Escorts. Escorts sind Männer, die sich nur gegen Geld auf ein Treffen einlassen. Eigentlich nur ein schöneres Wort für Prostitution. Besonders in Großstädten und dort ganz besonders innenstadtnah ist mindestens jeder zweite ein Escort. Da bleibt sogar bei der Suche nach einem One Night Stand die Lust auf der Strecke.

Tinder – die Erfindung des Wisch-und-weg-Prinzips

Die App Tinder dürfte sehr vielen von Euch bekannt sein. Tinder hat das Like und Don’t like über das Wischen nach rechts bzw. links erfunden. Da dies ausschließlich über das Profilbild passiert kann man zurecht behaupten: es ist nur noch eine oberflächliche Fleischbeschau.

Das Prinzip ist, sogenannte Matches zu finden. Also dass beide nach rechts für Like gewischt haben. Dann kann man gemeinsam in Kontakt treten, chatten, sich treffen und die große Liebe finden. Soweit die Theorie. In der Praxis hat man zwar tatsächlich Matches, aber nur etwa bei jedem 100. Match kommt auch ein Chat zusammen und bei dem geht es auch nur um das sofortige Treffen zum Druckabbau.

Die Ernüchterung macht sich erneut breit. Das Wisch-und-weg-Prinzip hat noch ein paar Nachahmer gefunden, die sexuellste davon dürfte wohl Stndr sein, bei denen nur noch per Schwanzvergleich entschieden wird. Willkommen im 21. Jahrhundert. Wo ist die Zeitmaschine zurück?

Nur alles negativ?

Nein, nicht unbedingt. Grundsätzlich ist jede Plattform das, was man für sich selbst daraus macht. Und es kann auch eine positive Überraschung geben. So hat es bei mir bei einem Grindr-Date gefunkt. Vom ersten Augenblick weg hatten wir beide das Gefühl, jemand besonderen gegenüber zu haben. Und so blieb es nicht nur bei diesem Date, viele weitere folgten. Und heute? Heute sind wir verlobt und glücklich. Und verlieben uns täglich aufs neue ineinander.

Online-Dating: ich habe mein Glück tatsächlich gefunden.

Köttbullar-Auflauf

Die Zutaten

  • 500 g Hackfleisch
  • 30 g Semmelbrösel
  • 4 EL Mehl
  • 350 ml Rinderbrühe
  • 1 Ei
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Butter
  • 250 g Nudeln
  • 1 Becher Sahne
  • 100 g Reibekäse
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuß
  • Öl

Die Zubereitung

Die Zwiebel würfeln und mit dem Hackfleisch, dem Ei und den Semmelbrösel zu einer Maße vermischen. Mit Salz, Pfeffer und ein wenig Muskatnuß würzen. In einer Pfanne Öl heiß werden lassen, die Hackfleischmasse zu gleichmäßigen Köttbullar formen und rundherum raus braten.

Währenddessen die Nudeln im Salzwasser bissfest kochen. Die Nudeln abgießen und in eine Auflaufform geben, die Köttbullar darauf verteilen.

In die Pfanne mit dem Bratensaft die Butter geben und das Mehl mit der zerlaufenen Butter verrühren. Mit der Rinderbrühe ablöschen und die Sahne dazu gießen. Schön verrühren, bis es eine gleichmäßige Sauce gibt. Ist die Sauce zu dünn, noch etwas Mehl dazu geben. Ist sie zu dickflüssig, noch etwas Brühe dazu.

Die Sauce über die Köttbullar und die Nudeln geben. Den Reibekäse darüber streuen und den Auflauf für 15 Minuten bei 175°C Ober-/Unterhitze im Backofen rausbacken.

Ergibt 3 Portionen.

Inspiriert von Lecker Schmecker.

Media Monday #333

1. Jetzt, wo die Tage kürzer werden und es draußen zusehends ungemütlicher wird gibt es wenig Gründe, warum man die Couch verlassen sollte. Zeit fürs Heimkino.

2. Looking bedient ja wirklich so ziemlich jedes Klischee, und ist doch so sehr nah an der Realität, dass es schon erschreckend real ist.

3. Dieser Hype um das staffelweise “Verschlingen” von Serien, auch als Binge Watching bekannt ist auf Streaming-Plattformen gut nutzbar, als Marathon im linearen Fernsehen fehlt die Möglichkeit Pause zu machen.

4. Codename U.N.C.L.E. ist in meinen Augen so erfrischend anders, da es an die alten komödiantischen Agentenfilmen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts erinnert und gut in die heutige Kinolandschaft gebracht hat.

5. Ich glaube ja nicht, dass ich mich noch einmal für Game of Thrones werde erwärmen können, denn ich habe mich einmal durchgequält, kaum etwas mitbekommen und könnte jetzt auch nicht die kleinste Kleinigkeit davon erzählen.

6. High Rise ist so abgedreht, dass ich den Film immer wieder gerne anschaue.

7. Zuletzt habe ich mir Staffel 1 und 2 von Club der roten Bänder wieder angeschaut und das war spannend, weil mir irgendwie einige Sachen nicht mehr bewusst waren. Ich bin jetzt bereit für Staffel 3 heute Abend.

Der Media Monday wird wöchentlich vom Medienjournal Blog ausgerichtet. Heute war es Ausgabe 333.