Du neben mir

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(C) Warner Bros. Entertainment

Maddy leidet seit ihrer Geburt an einer schlimmen Immunschwäche. Schon die kleinste Kontamination mit Bakterien oder Viren könnte bei ihr eine Erkrankung auslösen, die mit dem Tod endet. Ihre Mutter beschwört sie deshalb schon ihr ganzes Leben, das extra umgerüstete Haus nicht zu verlassen. Die Jugendliche ist durch ihre Krankheit gefangen.

Vom Fenster aus beobachtet Maddy, wie im Nachbarhaus der gleichaltrige Olly einzieht. Die Teenagerin beobachtet Olly aus ihrem Haus heraus, was auch ihm nicht verborgen bleibt. Sie nehmen Kontakt über SMS auf und Maddy wünscht sich, dass Olly sie besuchen kommt. Obwohl ihre Mutter es verboten hat, lässt sich Maddy nicht aufhalten.

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Mein Fazit

Ein Drama, dass einen nicht nur einmal bewegt. Jedes einzelne Kapitel dieses Films strahlt Emotionen aus, Freude, Trauer, Mitleid, Entsetzen. Maddy und Olly wachsen einem von Anfang an ans Herz und man möchte für sie ein Happy End. Es ist kein Teenagerdrama im klassischen Sinn, die Krankheit von Maddy macht es zu etwas besonderem.

Get Out

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(C) Universal Pictures International Germany GmbH

Chris und Rose fahren zu Roses Eltern aufs Land. Chris macht sich zuerst ein paar Gedanken, wie die Eltern auf seine Hautfarbe reagieren würden. Aber dort angekommen, wird er ganz normal aufgenommen und seine Hautfarbe ist kein Thema.

Die Hausangestellten, ebenfalls mit dunkler Hautfarbe, kommen Chris allerdings etwas komisch mit ihrem Verhalten vor. Als dann auf einer Party ein dunkelhäutiger Gast sich ebenfalls komisch verhält und plötzlich ausrastet, bemerkt Chris, dass hier etwas wirklich nicht mit rechten Dingen zugeht und möchte nach Hause fahren. Aber Roses Mutter hat ihn in der Nacht zuvor hypnotisiert und er fällt sofort in Trance, als sie mit einem Löffel in der Teetasse rührt.

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Mein Fazit

Ich weiß nicht so recht, was der Film sein will. Will er den Rassismus darstellen, der in amerikanischen Vorstädten immer noch vorherrscht oder will er den Rassismus nur für seine seltsame Handlung benutzen. Möchte er Thriller oder Horror sein? Ich weiß es wirklich nicht.

Man muss ihm eines lassen: Spannung baut er zunächst wirklich auf. Man fragt sich selbst, was dort eigentlich vorgeht und erwartet sehnsüchtig die Auflösung. Und als diese endlich kommt, wird es so absurd, dass der gesamte Film zerstört ist. Gehirn- und Geistesübertragung von Weißen in Körper von Schwarzen und die Unterdrückung derer Seelen. Tut mir leid, das ist eine filmische Katastrophe.

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

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(C) The Walt Disney Company Germany GmbH

Henry Turner, Sohn von Will Turner und Elizabeth Swann, hat sich in seinen Kopf gesetzt, seinen Vater von seinem Fluch zu befreien und benötigt dazu den Dreizack des Poseidon. Das Problem: niemand weiß, wo er zu finden ist. Zwar gibt es eine Karte, die zum Dreizack führt, aber die Karte kann kein Mann lesen.

Auf einem Schiff angeheuert trifft er auf den verfluchten Captain Salazar, der das Schiff vernichtet und Henry als einzigen Überlebenden übrig lässt. Er gibt ihm die Aufgabe, Captain Jack Sparrow zu finden und ihm seinen Kompass abzunehmen. Durch die Übertragung des Kompasses würde Salazar und seine Mannschaft aus dem Teufelsdreieck, in dem sie gefangen sind, befreit werden und Henry würde der Kompass den Weg zum Teufelsdreieck zeigen.

Henry findet Jack Sparrow und rettet ihn vor der Guillotine. Außerdem rettet er auch die schöne Caryna Smith, die im Besitz der Karte ist, die kein Mann lesen kann und zum Dreizack des Poseidon führt. Gemeinsam machen sie sich auf, den Dreizack zu suchen. Aber durch einen unglücklichen Umstand wurde Salazar aus dem Teufelsdreieck befreit und möchte sich nun an Sparrow rächen.

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Mein Fazit

Auch wenn der fünfte Teil des Franchise an die vorherigen Filme anknüpft und einige Themen wieder aufnimmt, merkt man doch die Einfallslosigkeit dieser unendlichen Geschichte. Versteift auf die alten Abenteuer wird der Raum des Neuen sehr beengt gehalten. Salazar handelt trotz aller Rachegelüste mehr als unlogisch und geht einem ziemlich schnell auf die Nerven.

Die Karte, die kein Mann lesen kann, ist natürlich wörtlich zu nehmen und wird von einer Frau entschlüsselt. Die Protagonistin ist nötig geworden, um zusammen mit Henry wieder ein neues Liebespaar zu haben und sich dadurch die Tür für einen weiteren Film offen zu halten. Die Karte verweist auf das Sternbild als Wegweiser ohne zu berücksichtigen, dass auch die Sterne in der Nacht am Himmel wandern. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, gibt es eine neue Verwandschaftslinie von Caryna mit einem alt eingesessenen Charakter.

Nur pompöse, computergenerierte Bilder und ein guter Soundtrack machen noch lange keinen guten Film. Die Pirates of the Caribbean sind als Franchise eigentlich zu Ende. Und mit diesem Film hätte man auch einen Abschluss erreicht. Ich fürchte nur, dass Disney die am Tropf hängende Geschichte um Jack Sparrow noch weiter künstlich am Leben erhalten möchte.

Maria Mafiosi

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(C) Universum/24 Bilder

Maria Moosandl ist Polizistin in Landsberg am Lech und mittlerweile unübersehbar schwanger. Bisher hat sie noch niemanden verraten, dass der Vater Rocco Pacelli ist. Maria und Rocco treffen sich bisher immer heimlich, denn Rocco ist schon von Kind auf Donatella versprochen.

Aber nicht nur das ist ein Problem. Roccos Vater verkauft im Auftrag der italienischen Mafia Drogen im beschaulichen Landsberg und schreckt dafür auch vor Mord nicht zurück. Als genau ein solcher passiert, muss Maria Ermittlungen gegen ihren Schwiegervater in Spe und gegen ihrem geliebten Rocco aufnehmen.

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Mein Fazit

Ich habe selten soviel gelacht, wie bei der Vorstellung dieses Films. Das Regiedebüt von Jule Ronstedt ist leichte, humorige Unterhaltung für die ganze Familie. Kein Klischee wird ausgelassen, nichts wird bis zur Absurdität übertrieben. Die Verwicklungen und Spannungen zwischen Schwangerschaft, Mafiafamilie und Polizeidienst werden von Lisa Potthoff bravourös auf die Leinwand gespielt.

Es ist der Lokalkolorit und die Leichtigkeit, die Maria Mafiosi zu einem Highlight macht. Während die Eberhofer-Krimis ihren Humor aus dem Hauptcharakter ziehen, ist es hier die Handlung, die mit Familienproblemen auch die Wirklichkeit einbezieht. Humor für jedermann.

Hinweis: Ich habe den Film vor vier Monaten in einem Probescreening gesehen und beziehe mich mit einem Beitrag darauf. Etwaige Änderungen am Film sind deshalb nicht berücksichtigt.

Abgang mit Stil

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(C) Warner Bros. Entertainment

Die drei Rentner Joe, Willie und Albert bekommen schon seit Monaten keine Pensionszahlung mehr von ihrem früheren Arbeitgeber. Bei einer Versammlung von Arbeitern und Pensionären der Firma wird ihnen eröffnet, dass eine Übernahme durch einen Großkonzern stattgefunden hat und die Firma geschlossen wird.

Als Joe seinen Bankberater besucht, wird er Zeuge eines minutiös durchgeplanten Bankraub. Zusammen mit seinen Freunden Willie und Albert beschließt er, ebenfalls die Bank zu überfallen und sich sein Geld dadurch zurück zu holen. Doch ein erster Test, einen Supermarkt unbemerkt zu beklauen, schlägt fehl und sie holen sich Hilfe aus dem kriminellen Milieu.

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Mein Fazit

Das Remake von Die Rentnergang kommt als leichte Komödie daher, die erst einmal alle Klischees des Alters bedient. Vom zweiten Frühling, über den geistig vertrottelten Alten bis zum Alltag bestehend aus Kuchen und Wohltätigkeit ist alles dabei. Dank der schauspielerischen Profis kommt es nicht nur überzeugend rüber, es schafft auch Platz für den nötigen Witz.

Die drei rüstigen Rentner zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören, scherzen aber dennoch mit ihrem Alter rum. Sie sind so ausgebufft, dass sie einen nahezu wasserdichten Plan haben und die Polizei an der Nase herum führen. Ganz hervorragend. Kein Meisterwerk, aber gute Unterhaltung und empfehlenswert, wenn man auf Komödie steht.

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

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(C) Wild Bunch/Capelight/Central

Sam wollte diesen Tag mit einem besonderen Abschluß erleben. Tagsüber noch mit ihren Freundinnen in der High School abhängen, am Abend auf eine Party, die sie mit ihrem Freund für ihr erstes Mal verlassen möchte. Aber es kommt anders, als sie denkt.

Nachdem ihr Freund sich auf der Party vollgetrunken hat, fährt sie mit ihren Freundinnen wieder nach Hause. Auf dem Heimweg kommt es zu einem schweren Autounfall und Sam wird bewusstlos. Als sie wieder erwacht liegt sie zuhause in ihrem Bett. Aber nicht am nächsten Morgen, nein, es ist wieder der 12. Februar, der Tag zuvor.

Und so erlebt Sam den Tag noch einmal, haargenau so, wie er stattgefunden hat. Um wieder am 12. Februar aufzuwachen.

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Mein Fazit

Als erstes muss ich mal loswerden: wer hat sich diesen Titel ausgedacht? Klar, der Film ist nach dem Buch benannt, aber irgendjemand im Buchverlag muss aus dem Originaltitet Before I Fall dieses Wortmonstrum gemacht haben. Wieso?

Wer sich beim Inhalt erstmal an den Murmeltiertag erinnert fühlt, mir ging es im Film genauso. Leider beschränkt man sich auch auf die ständigen Wiederholungen und nimmt nur minimale Änderungen am Tagesablauf vor. So gehen die eigentlich wichtigen Kernaussagen des Films verloren: Freundschaft und Mobbing. Sie spielen die kleinste Nebenrolle, die man sich bei einem Film vorstellen kann.

Nein, empfehlenswert ist dieser Film so nicht. Ich bin mir allerdings sicher, dass genügend Ausgangsmaterial vorhanden ist, um über eine andere Schnittfassung den Kern in den Mittelpunkt stellen kann. Weniger Murmeltier, mehr Tiefe. Die Story hätte es verdient.

Plan B – Scheiss auf Plan A

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(C) Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Die vier Kumpels U-Gin, Can, Phong und Cha sind in ihren Jobs als Stuntmen ziemlich erfolglos. Cha hat sich erfolgreich auf eine Arbeitsstelle beworden und Phong erwartet mit seiner Freundin ein Baby. Doch als U-Gin ein neues Casting an Land zieht, lassen sie sich noch einmal überreden.

Aufgrund eines Zahlendrehers landen die vier Freunde jedoch nicht bei einem Casting, sondern mitten im Versteck einer Entführung. Der kriminelle Eddy hält die Frau des Gangsterbosses Gabriel gefangen, um an dessen Tresor zu gelangen. Aber die Kombination und der Standort des Tresors sind wie bei einer Schnitzeljagd über Berlin verteilt.

Eddy beschließt, dass die Freunde die Kombination und den Tresor besorgen sollen. Phong behält er als Sicherheit und so haben U-Gin, Can und Cha keine Wahl. Sie machen sich auf zu den ersten Koordinaten und lassen sich auf die gefährliche Suche ein.

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Mein Fazit

Ganz im Stil der 1980er ist den beiden Regisseuren ein richtig guter Film gelungen. Eine Mischung des Humors der Supernasen-Filme, der Absurdität und des Schnittes der Filme von Dieter Hallervorden in den 1980ern und das zur Krönung Martial Arts-Action von Jackie Chan. Ein grandioses Experiment, gewagt und am Ende doch erfolgreich. Gratulation.

Die Hommage an die 1980er wird zusätzlich noch durch die vier Hauptcharakteren unterstrichen, die sich durch Auftritt, Kleidung und Zitaten als Fans der Action- und Komödienfilme dieser Zeitepoche entlarven. Die Besetzung mit unbekannten Gesichtern sorgt für eine Frische, die man sonst selten erlebt.

Die große Überraschung: Deutschland kann auch Martial Arts. Einzig der Titel ist unglücklich gewählt. Wie man den Outtakes am Ende des Films entnehmen kann, lief der Film unter dem Arbeitstitel 4 gewinnt. Mir hätte der besser gefallen.