Neu in Großbritannien: Die Kinderdatenbank

Es klingt unglaublich, aber es ist wahr: In Großbritannien ist eine Datenbank gestartet worden, in der alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre erfasst werden. Mit Name und Anschrift, Geburtsdaten, Anschrift der Eltern, Anschrift der Schule und des Hausarztes. Systematisch geht damit die Überwachung des Bürgers in Großbritannien weiter, eine neue Runde wurde eröffnet.

Der Gedanke, der hinter der Datenbank steckt ist sicherlich ein guter: den Schutz der Kinder. Aber gerade die Datenschutzskandale in jüngster Zeit zeigen doch, wie vorsichtig man heute mit Daten sein muss. Und Großbritannien ist in den letzten Jahren damit oft in den Schlagzeilen gewesen – allen voran die Regierung. So hat z.B. ein Regierungsbeamter ein Notebook mit unverschlüsselten, sensiblen Daten im Zug verloren.

Eine Wahl haben die Bürger in Großbritannien nicht. Die Erfassung in der Datenbank ist Pflicht. Der Einstieg, alles von seinen Bürgern zu wissen ist im Vereinigten Königreich damit geschafft. Oder glaubt jemand im Ernst, dass die Daten wieder gelöscht werden mit Erreichen des 18. Lebensjahres? Mit den ersten Jugendlichen, die dieses Alter erreichen werden, wird sicher die eine Bürgerdatenbank aufgebaut. Geschickt versteckt. Fehlt nur noch die Terrorismusbegründung, dann wär das doch auch was für Herrn W. S. aus G.?

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Homo-Schüler dürfen in den USA diskriminiert werden

Diesen Eindruck habe ich bekommen. Eine christliche Schule in Wildomar, Kalifornien, hat zwei 14jährige Schülerinnen der Schule verwiesen, als sie Freunden erzählten, dass sie lesbische Gefühle empfanden. Ein US-Gericht gab nun der Schule Recht. Damit hat man den Schulen Tür und Tor geöffnet, jeden von der Schule auszuschliessen, der homosexuelle Gefühle hegt, solange man sich hinter dem Deckmantel der Religion verstecken kann. Die Diskriminierung ist damit wohl offiziell erlaubt. Das ist ja finsteres Mittelalter!

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3D-Filme werden das Kino revolutionieren – mal wieder

Ich bin zwar noch nicht so alt, dass ich sagen könnte, ich hätte ein Deja-vu. Aber gehört hat davon jeder schon einmal, dass in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts das Kino revolutioniert werden sollte – durch dreidimensionale Filme. Damals mutete man dem Besucher zu, sich eine Brille mit einem grünen und einem roten Filter aufzusetzen, um Filme in dreidimensionaler Qualität zu sehen. Nach einer Stunde klagten die Besucher dann über Kopfschmerzen und mehr als ein Splatter-Filme haben es auch nicht zum 3D-Stadium gebracht.

Also sehen wir heute, fast 60 Jahre später, uns immer noch die Filme im zweidimensionalen an. Doch das soll sich dieses Jahr wieder ändern. Denn die Zeit der rot-grünen Brille ist vorbei und die Bildqualität beim 3D-Film soll einfach brillant sein. Und Hollywood ist bereits fleißig dabei, die zukünftigen Blockbuster in 3D zu drehen.

Am meisten dürfte der Start von James Camerons Avatar das 3D-Erlebnis nach vorne pushen. Vorausgesetzt, es gibt bis dahin entsprechend ausgerüstete Kinos. Und hier schaut es derzeit etwas mau aus. So gibt es in Deutschland aktuell gerade einmal 30 Kinosäle, die für das dreidimensionale Vergnügen ausgerüstet sind. Und ob sich die Kinobetreiber die Investition leisten wollen, bei ungewissem Ausgang, ist wohl nicht sicher zu sagen.

Letzten Endes wird der Kinobesucher entscheiden, ob die Zeit nun wirklich reif ist für 3D. Am 17. Dezember soll Avatar starten, bis dahin wird es weitere Starts von weniger bedeutenderen Filmen geben, aber auch hier wird die Filmindustrie sicher dem Besucher an der Kinokasse auf die Finger schauen. Sicher ist nur eines: in 10 Jahren wird es die Brille in allen möglichen Varianten zum Kauf geben – oder wir sehen die Hollywoodgrößen immer noch zweidimensional auf der Leinwand.